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Australian-Open-Viertelfinale
Kerber ist bereit für ihre Angstgegnerin Asarenka

Fotos: Kerber besiegt Beck im Achtelfinale
Fotos: Kerber besiegt Beck im Achtelfinale FOTO: dpa, sm ms
Melbourne. Angelique Kerber will in ihrem ersten Viertelfinale bei den Australian Open am Mittwoch Angstgegnerin Wiktoria Asarenka entzaubern.

Beim letzten Testlauf vor dem nächsten Revanchversuch gegen die Angstgegnerin war Angelique Kerber locker und zu Scherzen aufgelegt. Die deutsche Nummer eins schien gut gerüstet für das Viertelfinal-Duell bei den Australian Open mit Turnier-Mitfavoritin Wiktoria Asarenka (Weißrussland/Nr. 14) am Mittwoch (01.00 Uhr MEZ/Eurosport).

"Ich werde versuchen, mein Spiel zu machen. Es wird eine intensive Partie werden. Ich muss gut aufschlagen und aggressiv spielen", sagte die Weltranglistensechste Kerber am Dienstag nach einer gut einstündigen Übungseinheit auf Court 16 im Melbourne Park.

Mit Coach Torben Beltz trainierte die deutsche Nummer eins vor allen Dingen Aufschläge und Returns. "Torben hat schon ein, zwei Ideen im Kopf, wie es klappen könnte", meinte Kerber, die beim ersten Grand-Slam-Turnier des Jahres endlich die schwarze Serie gegen Asarenka (26) beenden will.

"Meine Reise ist hier noch nicht zu Ende"

Sämtliche sechs Duelle mit der zweimaligen Melbourne-Siegerin hat die Kielerin verloren - das letzte vor gut zwei Wochen im Finale von Brisbane (3:6, 1:6). "Ich hoffe, sie hat ein bisschen Respekt vor mir", sagte Kerber und gab sich ungeachtet der Negativbilanz kämpferisch: "Natürlich will ich da rausgehen, um sie zu schlagen. Meine Reise ist hier noch nicht zu Ende." Zweimal stand sie bislang im Halbfinale eines Majors: Bei den US Open 2011 und in Wimbledon 2012.

Das Drittrunden-Spiel zwischen der 28-Jährigen und Asarenka bei den US Open 2015 war zum Grand-Slam-Match des Jahres gewählt worden. Damals hatte es insgesamt 97 Winner-Schläge gegeben. Die Weißrussin behielt letztlich knapp in drei Sätzen die Oberhand.

In der ersten Runde der Australian Open hatte Kerber gegen die Japanerin Misaki Doi sogar einen Matchball abwehren müssen. "Ich war quasi schon mit einem Bein im Flugzeug auf dem Weg nach Hause", merkte die Fed-Cup-Spielerin an. Keine Frage: den größeren Druck wird Asarenka haben.

Bundestrainerin Barbara Rittner jedenfalls traut Kerber in dieser Saison einen Grand-Slam-Sieg zu. "Wenn sie ihr bestes Tennis spielt, hat Angie das Zeug dazu. Natürlich spielen auch immer Faktoren herein wie die Auslosung. Man muss zwei Wochen gesund bleiben und darf sich keine mentalen Schwankungen leisten", sagte Rittner dem SID.

Doch ausgerechnet Viertelfinal-Gegnerin Asarenka ist für viele Experten die Turnier-Favoritin von Melbourne. Nur elf Spiele hat die extrovertierte "Vika" in ihren bisherigen vier Matches abgegeben - und damit sogar sechs Spiele weniger als Titelverteidigerin Williams.

Doch Asarenka hat Respekt vor Kerber, die es nach vier Turniersiegen 2015 endlich auch auf der ganz großen Bühne "krachen lassen" will. "Ich erwarte eine enges Match und werde mein bestes Tennis spielen müssen, um zu gewinnen. Angie ist eine großartige Kämpferin, die dir keine Punkte schenkt", meinte Asarenka.

(old/sid)
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