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Australian Open
Djokovic nach Krimi weiter – Scharapowa fordert Williams

Novak Djokovic geht über die volle Distanz
Novak Djokovic geht über die volle Distanz FOTO: afp, fk
Melbourne. Titelverteidiger Novak Djokovic hat bei den Australian Open ein Achtelfinal-Aus nur mit sehr viel Mühe abwenden können. Der Weltranglisten-Erste aus Serbien rang am Sonntag in Melbourne den Franzosen Gilles Simon in einer packenden Partie mit 6:3, 6:7 (1:7), 6:4, 4:6, 6:3 nieder.

Djokovic, der im vergangenen Jahr drei von vier Grand-Slam-Turnieren gewonnen hatte, verwandelte nach 4:32 Stunden seinen dritten Matchball. Der Schützling von Boris Becker trifft nun auf Kei Nishikori. Der Japaner hatte beim 6:4, 6:2, 6:4 gegen Jo-Wilfried Tsonga deutlich weniger Mühe. In der ersten Runde hatte Nishikori Philipp Kohlschreiber ausgeschaltet.

"Ich bin einfach nur froh, irgendwie durchgekommen zu sein. Meine Fehlerquote war einfach zu hoch. Aber Gilles hat mir auch wirklich einen harten Kampf geliefert", sagte Djokovic, dem 100 sogenannte "Unforced Errors" unterliefen (62 Winner). In der Box war seinem Coach Boris Becker die Erleichterung nach dem spannenden Schlagabtausch anzusehen.

Grand-Slam-Rekordsieger Roger Federer hat dagegen im Eiltempo das Viertelfinale erreicht. Der Schweizer gewann gegen David Goffin aus Belgien klar mit 6:2, 6:1, 6:4. Federer benötigte lediglich 88 Minuten für seinen deutlichen Erfolg. Im Kampf um den Einzug ins Halbfinale trifft die Nummer drei der Tennis-Welt nun auf Tomas Berdych. Der Tscheche rang den Spanier Roberto Bautista Agut mit 4:6, 6:4, 6:3, 1:6, 6:3 nieder.

Serena Williams gegen Maria Scharapowa

Die Australian Open stehen derweil in der Damen-Konkurrenz vor ihrem ersten großen Highlight: In einer Neuauflage des letztjährigen Endspiels treffen Serena Williams und Maria Scharapowa am Dienstag im Viertelfinale aufeinander. Scharapowa setzte sich am Sonntag im Achtelfinale von Melbourne gegen Belinda Bencic aus der Schweiz nach hartem Kampf mit 7:5, 7:5 durch. Williams hatte danach weitaus weniger Mühe. Die Weltranglistenerste deklassierte die Russin Margarita Gasparjan in nur 55 Minuten mit 6:2, 6:1.

Im Endspiel des vergangenen Jahres hatte Williams mit 6:3, 7:6 (7:5) gewonnen. Auch dieses Mal geht die sechsmalige Melbourne-Siegerin als Favoritin in die Partie. Hatte es vor dem Turnier noch einige Fragen wegen ihrer Fitness gegeben, weil Williams seit den US Open nicht mehr gespielt hatte, so sind diese inzwischen verflogen. Souverän spielte sich die 34-Jährige bislang durch das Turnier.

Bilanz spricht für Scharapowa

Zudem spricht die Bilanz gegen Scharapowa klar für Williams. Von 20 Duellen konnte die Nummer eins der Welt 18 für sich entscheiden. Der letzte Sieg von Scharapowa liegt bereits elf Jahre zurück. "Ich bin bereit", sagte die Amerikanerin mit Blick auf das mit Spannung erwartete Duell. "Es wird aber nicht einfach, weil sie unglaublich konstant spielt."

Scharapowa hatte gegen Bencic Schwerstarbeit zu verrichten, um wieder ins Viertelfinale einzuziehen. Erst nach 2:05 Stunden verwandelte sie ihren zweiten Matchball. "Sie ist nicht erst im Kommen, sie ist bereits da", sagte Scharapowa über die 18 Jahre alte Schweizerin.
"Sie gehört zu der Generation an Spielerinnen, die irgendwann unseren Platz einnehmen wird", sagte die frühere Nummer eins der Welt. "Aber noch ist es nicht soweit." Scharapowa konnte sich gegen Bencic vor allem auf ihren starken Aufschlag verlassen. 21 Asse bedeuteten einen Karriere-Bestwert.

Lleyton Hewitt beendet Karriere

Die Karriere von Lleyton Hewitt ist endgültig vorbei. Die australische Tennis-Legende verlor am Sonntag zusammen mit Landsmann Sam Groth gegen den Kanadier Vasek Pospisil und Jack Sock aus den USA mit 4:6, 2:6 und schied damit auch in der Doppel-Konkurrenz aus.

Drei Tage zuvor hatte der 34-Jährige bereits im Einzel in der zweiten Runde gegen den Spanier David Ferrer verloren. Hewitt hatte schon im Vorfeld seiner 20. Australian Open erklärt, dass er seine Laufbahn nach dem Turnier beenden wird. Die ehemalige Nummer eins der Welt wird Davis-Cup-Teamchef Australiens.

(dpa/sid)
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