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Australian Open
Williams siegt im Eiltempo und sorgt mit Outfit für Aufsehen

Fotos: Serena Williams siegt in bauchfreiem Outfit
Fotos: Serena Williams siegt in bauchfreiem Outfit FOTO: dpa, da ms
Melbourne. Das gewagte Outfit von Serena Williams interessierte am fünften Tag der Australian Open mehr als ihr Achtelfinal-Einzug.

Nach dem Express-Sieg im Generationenduell bei den Australian Open musste sich Serena Williams Fragen nach ihrem aufreizenden Outfit gefallen lassen. Es ist quieschtgelb und bauchfrei - durchaus gewagt im australischen Sommer, der bei 20 Grad Celsius in Melbourne seinen Namen derzeit kaum verdient.

"Mein Dress wurde nicht dafür gemacht, um mich warm zu halten. Er wurde dafür gemacht, dass ich schnell bin", sagte Titelverteidigerin Williams (34) nach ihrem 6:1, 6:1 gegen die erst 18-jährige Russin Daria Kasatkina. Es scheint zu helfen: Im Eiltempo besiegelte die Tennis-Diva aus Florida ihren Achtelfinal-Einzug.

Mit ihrer auffälligen und selbst kreierten Kleidung möchte die extrovertierte Amerikanerin ein wenig "Popkultur" in den Tennissport bringen. "Es macht einfach Spaß, in solchen Teilen zu spielen", meinte Williams. Nächste Gegnerin der 21-maligen Major- und sechsmaligen Melbourne-Siegerin ist am Sonntag wieder eine Russin: Margarita Gasparijan.

Auch bei Williams' Rivalin Maria Scharapowa (Russland/Nr. 5) war nach deren 600. Sieg auf der Tour nicht unbedingt das Spiel das Gesprächsthema Nummer eins, mehr schon die merkwürdigen Gelüste ihrer Gegnerin Lauren Davis. Die Amerikanerin hatte bei einem Seitenwechsel Erdnussbutter gegessen.

Vorjahresfinalistin Scharapowa reagierte nach dem 6:1, 6:7 (5:7), 6:0 recht humorlos auf Davis' Snack: "Ich hatte keine Zeit zu schauen, was sie da macht", sagte Scharapowa, die übrigens Eigentümerin einer Fruchtgummi-Linie mit Namen "Sugarpova" ist. Die nächste Hürde der 28-Jährigen ist Belinda Bencic aus der Schweiz.

Zumindest bei den Männern stand der Sport am fünften Turniertag im Mittelpunkt. Novak Djokovic setzte seine Mission Titelverteidigung durch ein 6:1, 7:5, 7:6 (8:6) gegen Andreas Seppi (Italien/Nr. 28) fort. Auf dem Weg ins Achtelfinale musste der topgesetzte Serbe im Tiebreak des dritten Durchgangs allerdings zwei Satzbälle abwehren.

"Ich habe mit solidem Tennis begonnen, danach wurde es allerdings eng. Es hätte auch anders ausgehen können", sagte Becker-Schützling Djokovic, der es nun am Sonntag mit Gilles Simon (Frankreich/Nr. 14) zu tun bekommt.

Wie Scharapowa feierte in der Rod-Laver-Arena auch Roger Federer ein besonderes Jubiläum. Der Major-Rekordchampion aus der Schweiz kam beim 6:4, 3:6, 6:1, 6:4 gegen den Bulgaren Grigor Dimitrow (Nr. 27) zu seinem 300. Einzelsieg bei einem Grand-Slam-Turnier. "Das ist schon aufgregend. Es war eigentlich nie etwas, was mir wichtig war. Wenn man die Marke dann aber knackt, ist es schon sehr speziell", sagte Federer, auf den nun der Belgier David Goffin (Nr. 15) wartet.

Mit Djokovic wird sich Federer in den kommenden Monaten einen Zweikampf der besonderen Art liefern. Einer der beiden Superstars wird wohl der erste "100-Millionen-Dollar-Mann" im Welt-Tennis. Federer hat bislang 97,34 Millionen Dollar verdient, Djokovic strich 94,25 Millionen Dollar ein.

Bei den Australian Open allerdings kann noch keiner von beiden die Preisgeld-Schallmauer durchbrechen. Der Sieger Down Under kassiert 2,33 Millionen Dollar.

(ems/sid)
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