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Erneuter Ärger für Tennisprofi
Tomic nach wilder Party im Hotel festgenommen

Bernard Tomic nach wilder Party im Hotel festgenommen
Bernard Tomic hat sich erneut Ärger eingehandelt. FOTO: dpa, ed tba
Miami. Mal wieder Ärger für Tennis-Profi Bernard Tomic: Der Australier ist in Miami verhaftet worden, weil er zu laut Party gemacht und sich geweigert hat, die Musik leiser zu drehen.

Das berichtet das Online-Portal "TMZ". Demnach habe Tomic im W-Hotel in Miami Beach randaliert und wurde von der Polizei festgenommen. Nachbarn Tomics hätten sich durch den Lärm gestört gefühlt und den hoteleigenen Sicherheitsdienst gerufen. Tomic weigerte sich anschließend, die Musik leiser zu drehen und schlug den Sicherheitsleuten die Tür vor der Nase zu. Daraufhin wurde die Polizei verständigt.

Diese nahm den Weltranglisten-25. fest und steckte ihn vorübergehend ins Gefängnis. Nachdem Tomic eine Kaution von 2000 US-Dollar zahlte, kam er wieder frei.

Streit mit dem australischen Verband

Erst in der vergangenen Woche war der Streit zwischen Tomic und dem australischen Tennisverband eskaliert: In einem per E-Mail verschickten Newsletter kündigten die Verantwortlichen das kommende Spiel des Australiers mit einem peinlichen wie pikanten Fehler an. Demnach sollte Tomic bei den "Hall of Shame Tennis Championships" spielen.

Eigentlich heißt das Turnier in Newport "Hall of Fame Tennis Championships". Halle der Schande statt Ruhmeshalle? Der Tennisverband entschuldigte sich umgehend und beteuerte, es habe sich um einen Tippfehler gehandelt: "Es gibt einen sehr mitgenommenen Mitarbeiter, der einen einfachen Tippfehler gemacht hat. Es war keinesfalls Absicht", heißt es in einer Mitteilung.

Tomics Familie nahm diesen Fauxpas nicht so gelassen auf. Der Vater erklärte, dass er den Tennisverband verklagen wolle. "Die Tomic-Familie ist sehr enttäuscht aufgrund des andauernden Anprangerns und der falschen Darstellung von Bernard", verkündete John Tomic.

Tomic hatte zuvor Kritik am Verband und an Sportdirektor Patrick Rafter geäußert und wurde daraufhin für das Davis-Cup-Viertelfinale gegen Kasachstan suspendiert. Der Profi hatte nach seiner Zweitrunden-Niederlage in Wimbledon gegen den Weltranglisten-Ersten und späteren sieger Novak Djokovic in der Pressekonferenz die Verantwortlichen verbal angegriffen. Der 22-Jährige monierte unter anderem mangelnde Unterstützung nach seiner Hüftoperation im vergangenen Jahr. "Mir fehlt der Respekt", sagte der 26. der Weltrangliste.

Dem früheren Teamchef und jetzigen Sportdirektor Rafter warf Tomic vor, keine Ahnung vom Umgang mit Finanzen zu haben. Der Verband reagierte mit der Suspendierung für das Match vom 17. bis 19. Juli in Darwin. "Sein Verhalten war nicht akzeptabel. Die Anschuldigungen waren nicht korrekt und unwahr", hieß es in einer Mitteilung.

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