| 13.36 Uhr

Davis-Cup-Viertelfinale
Zverev chancenlos gegen Nadal - Entscheidung fällt im letzten Einzel

Fotos: Nadal lässt Zverev keine Chance
Fotos: Nadal lässt Zverev keine Chance FOTO: afp
Valencia. Alexander Zverev hat beim Viertelfinal-Duell in Spanien den ersten Matchball für die deutsche Davis-Cup-Mannschaft vergeben. Der Hamburger war beim 1:6, 4:6, 4:6 gegen Superstar Rafael Nadal chancenlos.

Deutschland musste somit den Ausgleich zum 2:2 hinnehmen. Die Entscheidung in der Stierkampfarena von Valencia fällt im abschließenden Einzel zwischen Philipp Kohlschreiber (Augsburg) und David Ferrer.

Die Auswahl des Deutschen Tennis Bundes (DTB) kämpft in Valencia um den ersten Halbfinal-Einzug seit elf Jahren. Zverev hatte am Freitag durch einen Dreisatzsieg gegen Ferrer für die Führung gesorgt, Nadal mit einem ungefährdeten Erfolg über Kohlschreiber ausgeglichen. Am Samstag setzten sich Jan-Lennard Struff (Warstein) und Tim Pütz (Frankfurt) in einem fast fünfstündigen Doppel-Krimi gegen Spaniens Spitzenduo Marc Lopez und Feliciano Lopez durch.

Doch Jungstar Zverev verpasste gegen den Weltranglistenersten Nadal die Chance, das Match mit dem dritten Punktgewinn vorzeitig zu beenden. Der 20-Jährige fand nie wirklich zu seinem Spiel und somit kein Mittel gegen das druckvolle Grundlinienspiel des "Sandplatzkönigs" aus Mallorca. Für Zverev war es im vierten Spiel gegen den 16-maligen Grand-Slam-Sieger Nadal die vierte Niederlage.

"Der König gegen den Kronprinzen", hatte Valencias größte Lokalzeitung am Morgen des Duells getitelt. Und Nadal machte bei Kaiserwetter in der "Plaza de Toros" zu Beginn gleich eindrucksvoll klar, wer derzeit noch auf dem Thron sitzt. Der 31-Jährige dominierte den insgesamt zu passiven Zverev nach Belieben und gewann nach nur 35 Minuten mühelos den ersten Satz.

Im zweiten Durchgang kämpfte sich der Deutsche mit Wut im Bauch in die Partie. Zverev haderte mit den Linienrichtern, Ballkindern, dem Platz und sich selbst - und spielte dadurch kurioserweise zunehmend besser. Nadal, dem seine über zweimonatige Zwangspause aufgrund einer Verletzung am Hüftbeuger kaum anzumerken war, machte jedoch vor allem bei eigenem Aufschlag kaum Fehler und nutzte seinerseits die einzige Chance zum letztlich entscheidenden Break.

Das gleiche Bild bot sich auch im dritten Satz. Zverev war bemüht, doch Nadal spielte nahezu makellos. Während der Deutsche zunehmend resignierte, schlug der 31-Jährige bei seinen ersten beiden Breakchancen eiskalt zu - und brachte den Sieg nach 2:16 Stunden am Ende sicher ins Ziel.

(areh/sid)
 
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