| 19.57 Uhr

Davis Cup
Murray führt Großbritannien erstmals seit 1978 ins Finale

Fotos: Andy Murray: Schotte, Brite, Wimbledon-Held
Fotos: Andy Murray: Schotte, Brite, Wimbledon-Held FOTO: afp
Glasgow. Historisches Finale im Davis Cup: Olympiasieger Andy Murray hat Großbritannien ins erste Endspiel seit 1978 Jahren gebracht. Nach einem 3:2 gegen Australien treffen die Briten nun vom 30. Oktober bis 1. November auf Belgien (3:2 gegen Argentinien), das bei seiner einzigen Final-Teilnahme 1904 mit 1:4 dem britischen Team unterlag - 111 Jahre später kommt es somit zur Revanche.

"Für sein Land und seine Teamkollegen zu gewinnen, bedeutet eine Menge", sagte der Weltranglistendritte Murray, der in Glasgow durch ein 7:5, 6:3, 6:2 über Bernard Tomic den entscheidenden dritten Punkt zum 3:1 einfuhr. "Um ehrlich zu sein, habe ich mich das ganze Wochenende nicht gut gefühlt. Ich hatte Rückenprobleme, habe aber versucht, sie zu verbergen", meinte Murray nach dem Triumph in seiner schottischen Heimat.

Murray war an allen drei Punkten für die Briten beteiligt, hatte zum Auftakt Thanasi Kokkinakis 6:3, 6:0, 6:3 besiegt und auch am Samstag an der Seite seines Bruders Jamie gegen Lleyton Hewitt/Sam Groth 4:6, 6:3, 6:4, 6:7 (6:8), 6:4 triumphiert. Somit behielten die Briten trotz der erwarteten Niederlagen des Weltranglisten-300.
Daniel Evans die Oberhand.

In Brüssel sorgten nach 1:2-Rückstand am Schlusstag der belgische Spitzenspieler David Goffin durch ein 6:3, 6:2, 6:1 gegen Diego Schwartzman sowie Routinier Steve Darcis mit einem 6:4, 2:6, 7:5, 7:6 (7:3) gegen Federico Delbonis doch noch für den Triumph des Gastgebers.

In den Play-offs der Weltgruppe sicherte mit Superstar Roger Federer der Schweiz den Klassenerhalt. Der Grand-Slam-Rekordsieger brachte die Eidgenossen in Genf gegen die Niederländer durch ein 6:3, 6:2, 6:4 über Thiemo de Bakker uneinholbar mit 3:1 in Führung. Henri Laaksonen sorgte als Vertreter von French-Open-Sieger Stan Wawrinka durch ein 7:6 (13:11), 6:3 gegen Tim van Rijthoven für den 4:1-Endstand.

Der frühere Weltranglistenerste Rafael Nadal verhinderte bei seinem Davis-Cup-Comeback gegen Dänemark den Abstieg der Spanier in die Drittklassigkeit. Nadal holte mit Fernando Verdasco beim 6:4, 3:6, 7:6 (7:4), 6:4 den entscheidenden Punkt zum 3:0 schon im Doppel gegen Thomas Kromann und Frederik Nielsen (Endstand 5:0).

 

(dpa)
 
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Davis Cup: Andy Murray führt Großbritannien erstmals seit 1978 ins Finale


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.