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Regen bei den French Open
Ab 2020 gibt es endlich ein Dach

Fotos: Regen frustriert Fans und Spieler
Fotos: Regen frustriert Fans und Spieler FOTO: afp
Heftige Regenfälle in Paris haben den Spielplan der French Open auch am zweiten Tag durcheinandergewirbelt.

Der Beginn des für 11 Uhr angesetzten Matches zwischen Sabine Lisicki (Berlin) und Qualifikantin Veronica Cepede Royg (Paraguay) verzögerte sich um Stunden. Ursprünglich sollte die ehemalige Wimbledonfinalistin Lisicki ebenso wie Carina Witthöft (Hamburg) bereits am Sonntag ihr Auftaktmatch bestreiten.

Die Partie von Qualifikant Dustin Brown (Winsen/Aller) gegen Dudi Sela aus Israel war wegen Regens am ersten Turniertag beim Stand von 6:7 (5:7), 6:4, 7:6 (7:5), 1:1 abgebrochen und auf Montag verschoben worden. Benjamin Becker (Orscholz) war als erster der 17 deutschen Profis am Sonntag ausgeschieden.

In Roland Garros soll dennoch erst ab 2020 ein Dach über dem Court Philippe Chatrier zum Einsatz kommen. "Diese beiden verregneten Tage haben die Wichtigkeit dieser Installation gezeigt. Es ist eine Frage des Respekts gegenüber den Spielern und Zuschauern", sagte Turnierdirektor Guy Forget. Ein Alptraum wäre es, "wenn das Wetter moch drei, vier Tage so bleiben würde". Allerdings sind die Vorhersagen recht gut - bereits am Dienstag soll die Sonne scheinen.

Bei den Australian Open und in Wimbledon gibt es bereits eine Abdeckung über den Centre Courts - bei den US Open wird das 120 Millionen Dollar teure Dach über dem Arthur-Ashe-Stadium, der größten Tennis-Arena der Welt, im August eingeweiht.

Teile der Anlage im Westen von Paris befinden sich im Umbau. Allerdings gibt es am Bois de Boulogne derzeit einen Baustopp, da Anwohner und Umweltschützer geklagt haben. Die Fläche soll von derzeit 8,6 auf 12,8 Hektar erweitert werden. In Wimbledon ist das Areal 17,7 Hektar groß. "Wir müssen mit der Zeit gehen. Ich will das Turnier zum prestigeträchtigsten Grand Slam machen", sagte Forget und erklärte: "Das Dach ist das letzte Teil des Puzzles."

Das Stade Roland Garros stößt schon seit Jahren an seine Kapazitätsgrenzen. 450.000 Tickets wurden für das diesjährige Event abgesetzt. "Wir hätten auch 600.000 bis 700.000 Karten verkaufen können, so groß war die Nachfrage", meinte Forget.

(sid)
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