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French Open in Paris
Djokovic durchbricht 100-Millionen-Dollar-Schallmauer

Djokovic feiert mit Balljunge und klaut Reporter Regenhut
Djokovic feiert mit Balljunge und klaut Reporter Regenhut FOTO: dpa, sam
Paris. Novak Djokovic krönte sich bei den French Open zum ersten "100-Millionen-Mann" im Welttennis. Die Niederländerin Kiki Bertens setzte ihre wundersame Reise fort und steht ebenfalls im Viertelfinale.

Nach seiner Krönung zum ersten "100-Millionen-Dollar-Mann" im Welttennis freute sich Novak Djokovic wie ein kleines Kind. Doch weniger über die historische Preisgeld-Marke als vielmehr über einen quietschgelben Anglerhut, den er sich nach seinem Viertelfinal-Einzug bei den French Open auf den Kopf setzte.

Mehr Ölzeug brauchte der Serbe an diesem Tag nicht, denn endlich hatte der Himmel über Paris ein Einsehen. Djokovic gefiel es, noch mehr aber sein Erfolg (3:6, 6:4, 6:1, 7:5) gegen den Spanier Roberto Bautista Agut. "Ich habe bislang im Turnier einen Satz abgegeben. Das ist okay, aber ich muss mich weiter steigern", sagte der Branchenführer aus Serbien.

Im Halbfinale stehen bereits Titelverteidiger Stan Wawrinka (Nr. 3), Andy Murray (Nr. 2) sowie Garbine Muguruza (Nr. 4) und Samantha Stosur (Nr. 21).

Im Schatten von Djokovic schrieb die Niederländerin Kiki Bertens weiter an ihrer Cinderella-Story. Nach zwei komplett verregneten Tagen mit nur zwei Stunden Tennis nutzte die Weltranglisten-58. die Gunst der Stunde und feierte beim 7:6 (7:4), 6:3 gegen Madison Keys (USA/Nr. 15) ihren elften Sieg in Serie.

"Es hört einfach nicht auf und geht immer weiter. Und es ist so schön", sagte Viertelfinalistin Bertens, die vor knapp zwei Wochen als Qualifikantin das WTA-Turnier in Nürnberg gewonnen hatte: "Vielleicht lag es am Essen dort, dass es weiter so gut läuft", sagte die 24-Jährige augenzwinkernd.

Der Schweizer Wawrinka gewann mit 6:2, 6:1, 7:6 (9:7) gegen den Spanier Albert Ramos-Vinolas und trifft nun am Freitag auf den Schotten Murray. Der Weltranglistenzweite entzauberte den Franzosen Richard Gasquet mit 5:7, 7:6 (7:3), 6:0, 6:2.

Muguruza beendete durch ein 7:5, 6:3 den beeindruckenden Siegeszug der Weltranglisten-108. Shelby Rogers (USA). Nächste Gegnerin der Spanierin ist die ehemalige US-Open-Siegerin Samantha Stosur (Australien), die beim 6:4, 7:6 (8:6) im Duell mit der ungesetzten Bulgarin Zwetana Pironkowa kühlen Kopf behielt.

Bertens indes, die in der ersten Runde Melbourne-Siegerin Angelique Kerber ausgeschaltet hatte, trifft in ihrem ersten Grand-Slam-Viertelfinale am Donnerstag auf die Schweizerin Timea Bacsinszky (Nr. 8).

Top-Favoritin Serena Williams ist derweil auf dem besten Weg zu Grand-Slam-Titel Nummer 22, mit dem sie zu Steffi Graf aufschließen würde. Für ihr 6:1, 6:1 gegen Jelena Switolina (Ukraine/Nr. 18) benötigte die 34-Jährige gerade einmal 62 Minuten. Dabei wirkte die topgesetzte Titelverteidigerin topfit und variabel (27 Winner).

Lediglich, als in der anschließenden Pressekonferenz nach dem amerikanischen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump gefragt wurde, verfinsterte sich ihre Miene. "Ich wähle nicht und interessiere mich aus religiösen Gründen nicht für Politik", sagte Serena Williams, die den Zeugen Jehovas angehört.

Williams fordert nun die Kasachin Julia Putinzewa heraus. Die Petkovic-Bezwingerin schaltete überraschend die Spanierin Carla Suarez Navarro (Nr. 12) mit 7:5, 7:5 aus.

Djokovic indes ist nur noch drei Siege von seinem ersten French-Open-Titel überhaupt entfernt. In der Runde der letzten Acht trifft "Nole" am Donnerstag auf den Tschechen Tomas Berdych (Nr. 7).

Djokovic durchbrach mit seinem 41. Saisonsieg (drei Niederlagen) die Preisgeld-Schallmauer von 100 Millionen Dollar. Vor Beginn des Turniers hatte er 99.673.404 Dollar eingespielt.

(sid)
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