| 18.40 Uhr

French Open
Wawrinka schaltet Federer im Schweizer Duell aus

Federer scheitert an Wawrinka
Federer scheitert an Wawrinka FOTO: afp, rt
Paris. Roger Federer schimpfte wie man es von dem Gentleman unter den Tennisprofis selten gehört hatte. Der Schweizer schrie seinen Unmut in den Himmel über Paris, doch selbst der lauteste Ausbruch half ihm nicht. Federer unterlag seinem Landsmann Stan Wawrinka erstmals bei einem Grand Slam 4:6, 3:6, 6:7 (4:7) und musste seine Hoffnung auf das achte Halbfinale bei den French Open begraben.

"Stan hat es mir heute sehr schwer gemacht, er hat richtig gut gespielt", sagte Federer enttäuscht: "Ich habe vieles versucht. Es war nicht schrecklich, aber ich weiß, dass ich besser spielen kann als heute." Wawrinka meinte glückselig: "Seit meinem Sieg bei den Australian Open weiß ich, dass ich fähig bin, die Besten zu schlagen."

Federer verabschiedete sich an einem windigen Tag auf der Anlage am Bois de Boulogne mit der schwächsten Leistung im Turnierverlauf. Der 17-malige Grand-Slam-Sieger fand im 19. Duell gegen Wawrinka nie zu seinem Spiel und kassierte die dritte Niederlage gegen seinen Kronprinzen, der 2014 in Melbourne triumphiert hatte. Bei einem der vier Majors hatte Federer zuvor in vier Aufeinandertreffen stets die Oberhand behalten.

Wawrinka bekommt es nun im ersten Paris-Halbfinale seiner Karriere mit dem Franzosen Jo-Wilfried Tsonga zu tun. Tsonga setzte sich nach 3:45 Stunden 6:1, 6:4, 4:6, 3:6, 6:3 gegen Kei Nishikori (Japan/Nr. 5) durch und zog zum zweiten Mal nach 2013 ins Halbfinale seines Heim-Grand-Slams ein.

Die Partie auf dem Court Central musste im zweiten Satz für eine halbe Stunde unterbrochen werden, weil der Wind einen Teil der Videowand abgerissen hatte. Die Metalplatte stürzte auf die Tribüne und verletzte drei Zuschauer leicht.

Am Mittwoch erwartet die Tennis-Fans im Stade Roland Garros das vorweggenommene Finale zwischen Rekordsieger Rafael Nadal (Spanien) und Top-Favorit Novak Djokovic (Serbien). Die Dauerrivalen treffen bereits zum 44. Mal aufeinander, keine Begegnung in der Geschichte des Profitennis hat es häufiger gegeben.

(sid)
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