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French Open
Murray folgt Djokovic ins Finale

Fotos: Murray bezwingt Titelverteidiger Wawrinka aus
Fotos: Murray bezwingt Titelverteidiger Wawrinka aus FOTO: afp
Paris. Der topgesetzte Novak Djokovic und Mitfavorit Andy Murray bestreiten zum ersten Mal das Finale der French Open. Djokovic steht zum vierten Mal im Endspiel in Paris, konnte bisher aber noch nie den Titel holen. 

Der 29-jährige Serbe Djokovic nutzte das 6:2, 6:1, 6:4 im Halbfinale gegen Dominic Thiem (Österreich/Nr. 13) zu einer Demonstration der eigenen Stärke und ist nur noch einen Sieg von seinem ersten Paris-Titel entfernt.

Der schottische Weltranglistenzweite Murray schaltete Titelverteidiger Stan Wawrinka (Schweiz/Nr. 3) in 2:35 Stunden mit 6:4, 6:2, 4:6, 6:2 aus und erreichte erstmals das Finale von Roland Garros. Im Endspiel am Sonntag (15.00 Uhr/Eurosport), der Neuauflage des Australian-Open-Finals 2016, könnte Murray zum ersten britischen Paris-Sieger seit Fred Perry 1935 aufsteigen. 

"Ich bin in der Situation, von der ich all die Jahre träume. Ich hoffe, dass ich weiter so gut spiele", sagte Djokovic am Freitag. Auch Murray kann nach Olympia, Wimbledon und den US Open einen weiteren großen Titel erstmals holen. "Ich habe nie erwartet, hier das Finale zu erreichen", sagte er angesichts seiner früheren Probleme auf Sand.

Nach 1:48 Stunden verwandelte der elfmalige Grand-Slam-Sieger Djokovic in einer hochklassigen Partie gegen Thiem seinen ersten Matchball.

Djokovic, der in dieser Saison erst dreimal verloren hat, baute damit seine Matchbilanz bei Grand-Slam-Turnieren auf 27 Erfolge in Serie aus. Zuletzt hatte der sechsmalige Melbourne-Gewinner auf Major-Ebene vor fast exakt einem Jahr im Finale von Paris gegen Wawrinka verloren.

Der French-Open-Sieg fehlt "Nole" noch zu seinem Karriere-Grand-Slam. Djokovic wäre der insgesamt achte Spieler mit einer kompletten Sammlung an Major-Trophäen. Von den noch aktiven Profis gehören Roger Federer (Schweiz) und Rafael Nadal (Spanien) diesem illustren Kreis an. Außerdem könnte der Serbe in Roland Garros seinen vierten Grand-Slam-Titel in Serie holen.

Im Duell mit Djokovic zahlte Nizza-Gewinner Thiem trotz einiger spektakulärer Punktgewinne Lehrgeld. Auch eine 3:0-Führung im dritten Satz konnte der 22-Jährige, der ab Montag erstmals in den Top Ten der Weltrangliste stehen wird, nicht nutzen. Der Niederösterreicher hatte in der dritten Runde Alexander Zverev (Hamburg) als letzten deutschen Profi ausgeschaltet und damit das schlechteste Abschneiden der deutschen Profis in Paris seit 2010 besiegelt.

Der 29-jährige Murray konnte erstmals seit knapp vier Jahren wieder gegen Wawrinka gewinnen.

(sid)
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