| 09.42 Uhr

Tennis-Turnier in Istanbul
Dimitrow zerhackt drei Schläger – Delbonis schießt Katze ab

Istanbul. Im Finale von Istanbul gab Grigor Dimitrow den sicher geglaubten Sieg noch aus der Hand. Die Wut darüber ließ der bulgarische Tennis-Profis an seinem Schläger aus. Und dann an noch einem. Und dann an noch einem.

Im Laufe des dritten Satzes der Partie gegen den Argentinier Diego Schwartzman, in der er schon 7:6, 5:2 geführt hatte, zerstörte der Ex-Freund von Maria Scharapowa insgesamt drei Schläger. Der erste Wutausbruch brachte dem 24-Jährigen zunächst eine Verwarnung ein. Die zweite Attacke auf sein Racket resultierte in einem Strafpunkt. Der dritte Schläger musste dann beim Stand von 7:6, 6:7, 0:5 und Einstand dran glauben. Durch den dritten Verstoß gegen die Verhaltensregeln verlor Dimitrow als Strafe ein ganzes Spiel – was gleichbedeutend mit dem Verlust des Matches war. 

Der völlig frustrierte Bulgare, der zu Beginn seiner Karriere wegen seiner Spielweise häufig als "Baby Federer" bezeichnet wurde, war sich dessen durchaus bewusst. Er schüttelte die Hand des Stuhl-Schiedsrichters schon, bevor dieser die Spielstrafe überhaupt ausgesprochen hatte.

In den Sozialen Medien wurde Dimitrow, der mittlerweile mit Pop-Sängerin Nicole Scherzinger verbandelt ist, heftig kritisiert. Nicht zuletzt, weil er durch seinen Wutausbruch von Schwartzmans Triumph ablenkte. Für den nur 1,70 Meter großen Argentinier war es der erste Titel auf der ATP-Tour. 

Immerhin: Dimitrow entschuldigte sich umgehend für seinen Anfall an Zerstörungswut. "Ich habe mein Team im Stich gelassen, ich habe meine Familie im Stich gelassen, ich habe meine Fans im Stich gelassen", sagte der Profi. Vor einer saftigen Geldstrafe durch die ATP wird ihn diese Erklärung aber auch nicht mehr retten. Kurios: Auf ihrer offiziellen Website schwieg die "Association of Tennis Professionals" den Vorfall lieber tot. Im Spielbericht wurde das kuriose Zustandekommen von Schwartzmans Sieg mit keiner Silbe erwähnt.

Dimitrows schlechtes Benehmen war übrigens nicht der erste Fauxpas bei einem Match von Schwartzman in Istanbul. Im Halbfinale hatte sein Gegner und Landsmann Federico Delbonis eine Katze, die sich auf den Platz verirrt hatte, ziemlich unsanft mit einem Ball verscheucht. Delbonis kassierte dafür eine Verwarnung.

(areh)
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