| 12.40 Uhr

Sieg über Ivanovic
Lisickis Formkurve zeigt steil nach oben

Lisicki schlägt Ivanovic in Miami
Lisicki schlägt Ivanovic in Miami FOTO: dpa, rw uw
Miami. Der Aufwärtstrend von Sabine Lisicki hält an. Die Berlinerin zog mit einem Sieg gegen Ana Ivanovic ins Achtelfinale von Miami ein.

Zumindest diesen kleinen Ausflug ins Showgeschäft gönnte sich Sabine Lisicki nach ihrer Glanzleistung in Miami dann doch. Breit grinsend posierte die 25-Jährige für ein Foto mit Komiker Otto Waalkes und schickte es via Twitter um die Welt – für Schlagzeilen sorgte jedoch vielmehr ihr Überraschungssieg gegen die schöne Serbin Ana Ivanovic und der Einzug ins Achtelfinale des WTA-Turniers in Florida.

Die Kritik an Lisickis Vorliebe für rote Teppiche und Blitzlichtgewitter waren während des verkorksten Saisonstarts mit sechs Niederlagen in sieben Spielen ein ständiger Begleiter der früheren Wimbledonfinalistin. Doch jetzt schöpft Lisicki ihr großes Potenzial wieder besser aus, seit Wochen zeigt der Trend nach oben.

"Ich bin sehr glücklich mit meiner aktuellen Form", sagte die Berlinerin nach dem überzeugenden 7:6 (7:4), 7:5 gegen die frühere Weltranglistenerste Ivanovic. Bereits zuletzt im kalifornischen Indian Wells hatte sie mit dem Einzug ins Halbfinale einen Befreiungsschlag gelandet, in Miami zeigt sich nun, wie wichtig der Glaube an die eigenen Fähigkeiten für Lisicki ist.

Erster Sieg gegen eine Top-Ten-Spielerin

"Ich hatte zwei tolle Wochen in Indian Wells, und dieses Selbstvertrauen habe ich mit hierher gebracht", sagte sie: "Das war im Match gegen Ana ganz entscheidend." Zuvor hatte Lisicki vier von fünf Spielen gegen die Serbin verloren, nun gelang ihr gegen die Nummer sechs der Welt erstmals in diesem Jahr ein Sieg gegen eine Top-10-Spielerin. Und der war völlig verdient.

"Ich habe wirklich gut gespielt heute, auch wenn sich das Match zwischendurch hätte drehen können. Wichtig war, dass ich meinen Rhythmus beibehalten habe", sagte die Bollettieri-Schülerin.

An Lisickis Talent besteht derweil ohnehin kaum ein Zweifel. Ihr Lebenswandel und dessen Einfluss auf die Leistungen auf dem Court werden dagegen anhaltend öffentlich diskutiert. Ihrem Trainer Christopher Kas ging das zuletzt zu weit, im Gespräch mit der "Süddeutschen Zeitung" nahm er sie vehement in Schutz.

Die Kritik an Lisickis Fitness bestehe überwiegend aus "Stammtischparolen", zudem werde sie eben wiederholt "auf ihre Auftritte auf dem roten Teppich reduziert", sagte Kas: "Als lägen Niederlagen daran, dass sie zweimal im Jahr öffentlich zu gesellschaftlichen Anlässen geht."

Die Fed-Cup-Spielerin sei im Gegenteil hochprofessionell, akribisch und ständig gewillt, sich zu verbessern. In diesen Tagen lässt Lisicki daran auch auf der Tour keinen Zweifel.

(sid)
 
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