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Dopingbeichte
Scharapowas Anwalt hofft auf milde Strafe

Fotos: Scharapowa macht positiven Dopingtest öffentlich
Fotos: Scharapowa macht positiven Dopingtest öffentlich FOTO: afp, tb
Düsseldorf. Der Anwalt von Maria Scharapowa hofft nach dem positiven Dopingtest seiner Klientin bei den Australian Open auf eine nachsichtige Strafe. Nach Meinung von John Haggerty kann die Russin auf mildernde Umstände plädieren.

"Maria und ich schauen uns alle Möglichkeiten an", sagte Haggerty dem britischen Daily Telegraph. Zuletzt hatte der Anwalt selbst eine Sperre bis zu vier Jahren für möglich erklärt. "Es gibt aber keinen Beweis, dass Maria mit einer entsprechenden Intention gehandelt hat", sagte er nun: "Das würde die Sperre gleich auf zwei Jahre reduzieren. Weitere mildernde Umstände erfordern zudem eine weitere Reduzierung auf deutlich weniger als zwei Jahre."

So würden die Aufzeichnungen des behandelnden Arztes deutlich machen, dass die medizinische Behandlung notwendig und vom Arzt empfohlen war. Wie der Telegraph weiter berichtet, ziehen Scharapowas Vertreter zudem in Erwägung, nachträglich eine medizinische Ausnahmegenehmigung einzuholen. Diese wird im Normalfall allerdings vor der Einnahme einer Substanz beantragt.

Scharapowa (28) hatte am Montag in Los Angeles einen positiven Dopingtest bei den Australian Open im Januar öffentlich gemacht. Bei der Russin war die seit dem 1. Januar 2016 verbotene Substanz Meldonium gefunden worden. Die fünfmalige Grand-Slam-Siegerin wurde von der ITF mit Wirkung vom 12. März vorläufig suspendiert.

Scharapowa erklärte, dass sie das Medikament aufgrund verschiedener Symptome nehme. Erstmals habe sie es von ihrem Arzt 2006 verschrieben bekommen, weil sie damals oft krank gewesen sei und ein auffälliges EKG gehabt habe. Zudem habe es in ihrer Familie einen Diabetes-Fall gegeben, auch bei Scharapowa seien dann zeitweise "Anzeichen" der Krankheit festgestellt worden.

(seeg/sid)
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