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Tennis
Kyrgios muss nach Null-Bock-Auftritt Geldstrafe zahlen

Porträt: Nick Kyrgios: Tennis-Hoffnung und Tennis-Rüpel
Porträt: Nick Kyrgios: Tennis-Hoffnung und Tennis-Rüpel FOTO: dpa, ko ss
Shanghai. Tennis-Rüpel Nick Kyrgios muss wegen seines fragwürdigen Verhaltens auf dem Platz einmal mehr in die Tasche greifen. Die Spielervereinigung ATP verdonnerte Australiens Nummer eins zu einer Geldstrafe in Höhe von 16.500 Dollar (ca. 15.000 Euro).

Kyrgios hatte sich bei seiner Zweitrunden-Niederlage gegen den Hamburger Mischa Zverev mit Zuschauern angelegt und einige Punkte lustlos abgeschenkt. Für seinen Mangel an Einsatz müsse er 10 000 Dollar zahlen, für das Beschimpfen eines Schiedsrichters 5000 Dollar und für unsportliches Verhalten 1500 Dollar. 

Seine spätere Entschuldigung in den sozialen Medien beeindruckte die ATP nicht mehr. "Ich war heute in vielen Bereichen nicht gut genug, ich bin besser als das, was ich heute gezeigt habe", hatte Kyrgios getwittert: "Ich könnte jetzt nach Entschuldigungen suchen, aber es gibt keine. Sorry."

Im vergangenen Jahr war Kyrgios zu einer Sperre auf Bewährung und einer Geldstrafe verdonnert worden, weil er während eines Matches gegen Stan Wawrinka die Freundin des Schweizers beim Seitenwechsel als Fremdgängerin bezeichnet hatte.

Der Weltranglistenerste Novak Djokovic bescheinigte Kyrgios am Donnerstag, eines der größten Talente im Tennis zu sein, aber "er muss noch einige Lektionen des Lebens lernen". Der 21-Jährige habe sich sportliche hervorragend entwickelt, "leider hört man aber immer nur Schlechtes über ihn", sagte Djokovic: "Aber er ist ja noch sehr jung und wird hoffentlich bald verstehen, dass er sich mit diesem Benehmen unglaublich schadet."

(sid)
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