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Tennis
Kohlschreiber hat aus Fehlern gelernt

Das ist Philipp Kohlschreiber
Das ist Philipp Kohlschreiber FOTO: afp, EMMANUEL DUNAND
München. Philipp Kohlschreiber will sein negatives Image als Sturkopf und Querulant im deutschen Tennis endgültig hinter sich lassen und mit neuer Lockerheit noch einige Jahre erfolgreich sein.

Vor seinem ersten Match beim ATP-Turnier von München sagte der 32-Jährige am Dienstag: "Ich glaube schon, dass ich eine Wandlung durchgemacht habe im positiven Sinn." Vor zwei Jahren etwa eskalierte ein Streit mit Ex-Teamchef Carsten Arriens, nachdem der Profi zu einem sportlich unbedeutenden Davis-Cup-Einzelmatch nicht antrat.

"Ich weiß auch, dass ich in der Vergangenheit ein bisschen angeeckt habe", räumte der Augsburger ein. Durch die Zusammenarbeit mit seinem Team um Trainer Stephan Fehske und Betreuer Carlo Thränhardt habe er erfolgreich an sich gearbeitet. "Man lernt dazu, und ich war offen dafür. Über die Erfahrung ist ein bisschen Lockerheit gekommen."

Öffentliche Auftritte und Medientermine zum Beispiele spulte der derzeit beste deutsche Spieler lange nur lustlos ab, sie waren "eher ein Muss und ein Laster", wie er sagte. "Ich bin da vielleicht ein bisschen ein Spätstarter. Aber ich habe dazugelernt und verstanden, dass es Teil des Geschäfts ist. Ich bin froh, dass ich Fehler gemacht und daraus gelernt habe und sympathischer geworden bin."

Sportlich ist der Weltranglisten-27. derzeit in guter Form. Beim Sandplatzturnier in Barcelona in der Vorwoche verlor er erst im Halbfinale gegen den späteren Sieger Rafael Nadal.

In München ist Kohlschreiber an Nummer vier gesetzt und rechnet sich Chancen aus auf seinen dritten Erfolg nach 2007 und 2012. Im Vorjahr verlor er erst im Finale gegen Superstar Andy Murray. "Ich komme mit Selbstvertrauen hierher und bin guter Dinge, dass ich mit breiter Brust eine gute Leistung abrufen kann", sagte Kohlschreiber, der nach einem Freilos nun im Achtelfinale auf Landsmann Florian Mayer trifft.

(dpa)
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