| 19.40 Uhr

"Ich fühle mich gut"
Trotz Halbfinal-Aus: Nadal blickt optimistisch auf 2016

Fotos: Nadal bewahrt weiße Weste
Fotos: Nadal bewahrt weiße Weste FOTO: afp, aa/bf
Für den ganz großen Wurf hat es in London bei Rafael Nadal dann doch nicht gereicht. Doch das Auftreten des Spaniers macht Mut für das kommende Jahr. Nadal ist noch lange nicht fertig.

Der derzeit beste Tennisspieler der Welt war dann doch noch eine Nummer zu groß für Rafael Nadal. Im Halbfinale der ATP World Tour Finals musste sich der Spanier gegen Novak Djokovic am Samstag klar mit 3:6, 3:6 geschlagen geben. "Unschlagbar", sagte Nadal über den Weltranglisten-Ersten aus Serbien. Dennoch, oder vielleicht auch deshalb, verabschiedete sich der Mallorquiner voller Zuversicht in die kurze Turnierpause. 2016 kann kommen, Nadal ist wieder bereit für eine Rückkehr in die Weltspitze.

"Ich fühle mich gut", sagte der von vielen Verletzungen immer wieder zurückgeworfene Spanier in den Tagen von London. Dass er beim Event der acht besten Tennisspieler des Jahres ohne Niederlage durch die Gruppenphase mit den Gegnern Andy Murray, Stan Wawrinka und David Ferrer marschierte, gibt ihm für die Zukunft viel Selbstvertrauen.

"Drei Siege in Serie gegen Top-Acht-Spieler, das ist großartig für mich", sagte Nadal, der im Laufe des Jahres in der Weltrangliste sogar bis auf Platz zehn abgerutscht war.

Fotos: Die Spielerfrauen der Tennis-Stars FOTO: Screenshot Instagram / danielleknudson1

Einige Experten schworen sogar bereits das Ende von Nadals Karriere herauf, auch Trainer und Onkel Toni Nadal machte sich Sorgen um seinen Schützling. Das Selbstverständnis beim 29-Jährigen war weg, das Vertrauen in sein eigenes Spiel phasenweise komplett verschwunden.

Bei keinem der vier Grand-Slam-Turniere in diesem Jahr kam er über das Viertelfinale hinaus. Vor allem das vorzeitige Aus bei den French Open, seinem absoluten Lieblingsturnier, schmerzte sehr. Auch in Roland Garros war Djokovic im Viertelfinale zu stark.

Nadal lässt Murray auf "falschem Belag" keine Chance FOTO: dpa, fa mr

Doch zum Jahresende kam Nadal wieder in Schwung. Auch, weil er sein Spiel etwas angepasst hat und offensiver agiert. Nadal weiß, dass sein Körper das extrem kräftezehrende Grundlinienspiel nicht mehr so mitmacht wie noch vor ein paar Jahren. Deshalb taucht die langjährige Nummer eins nun sogar hin und wieder am Netz auf, ein Terrain, in dem er sonst nie zu finden war. Mit dem neuen Nadal wird im neuen Jahr auf jeden Fall wieder zu rechnen sein. "Ich freue mich auf 2016", sagte Nadal.

(dpa)
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