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Tennis in Halle
Mayer trifft im Viertelfinale auf Federer, Aus für Zverev

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Fotos: FOTO: afp, MARWAN NAAMANI
Halle/Westfalen. Zop-Favorit Roger Federer kommt auf dem Weg zu seinem achten Titel auf dem ostwestfälischen Rasen ins Rollen. Nach seinem mühevollen Auftaktsieg gegen Philipp Kohlschreiber gewann der Maestro aus der Schweiz gegen den Letten Ernests Gulbis problemlos 6:3, 7:5. Im Viertelfinale am Freitag wartet nun Florian Mayer, dem als bislang einziger Deutscher der Sprung unter die besten Acht gelang.

Die größte deutsche Tennis-Hoffnung Alexander Zverev ist derweil ausgeschieden. Für den Teenager aus Hamburg war der kroatische Aufschlagriese Ivo Karlovic noch eine Nummer zu groß. Zverev (18) unterlag dem "Herrn der Asse" nach 2:01 Stunden Spielzeit 7:6 (7:5), 3:6, 3:6 und sprach später von einer "enttäuschenden Niederlage".

Allerdings ließ der mit 36 Jahren doppelt so alte Karlovic in den Sätzen zwei und drei keine Chancen mehr zu - insgesamt servierte der 2,11-m-Hüne 21 Asse. "Wenn er so aufschlägt, kann man nicht viel machen", sagte Zverev: "Bei so wenigen Möglichkeiten wirst du nervös und spielst auch bei eigenem Aufschlag schlechter."

Mayer entdeckt derweil auf dem Grün der Gerry Weber Open seine Spielfreude wieder. Der 31 Jahre alte Bayreuther hechtete beim 6:3, 7:6 (7:4) gegen Steve Johnson aus den USA in Boris-Becker-Manier über den Rasen. "Das mache ich häufig", sagte er später gut gelaunt, "auf anderen Belägen geht das ja nicht so".

Zum fünften Mal zog Mayer, der erst im April nach über einem Jahr Verletzungspause auf die Tour zurückgekehrt war, ins Viertelfinale von Halle ein. Für ihn ein "Riesenerfolg", will er erstmals auch den Sprung ins Halbfinale schaffen, muss er sich allerdings gewaltig steigern. "Roger ist ganz klar der Favorit. Ich habe aber nichts mehr zu verlieren", sagte Mayer, der bislang alle fünf Duelle mit dem 17-maligen Grand-Slam-Sieger verlor.

Federer machte indes seine Ankündigung nach dem Erfolg über Kohlschreiber wahr. "Wenn es einmal läuft, dann läuft es richtig", hatte der Rekordchampion gesagt - und tatsächlich präsentierte der Weltranglistenzweite gegen Gulbis teilweise feinstes Rasentennis und sich selbst standfester als in der ersten Runde. Gegen Kohlschreiber war Federer ungewöhnlich oft ausgerutscht, gegen den aufschlagstarken Gulbis gelangen ihm zwei Breaks und nach nur 65 Minuten der dritte Sieg im fünften Aufeinandertreffen.

Am Donnerstag hat Dustin Brown als letzter Deutscher die Chance, Florian Mayer ins Viertelfinale zu folgen. Der 30-Jährige aus Winsen/Aller trifft auf den an Position zwei gesetzten Japaner Kei Nishikori. Bereits im vergangenen Jahr hatte Brown in Halle für eine große Überraschung gesorgt und den Spanier Rafael Nadal aus dem Turnier geworfen.

(dpa)
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