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Federer über Rücktrittsgerede
"Was stimmt nicht mit euch?"

Bilder: Federer feiert 300. Sieg bei einem Grand-Slam-Turnier
Bilder: Federer feiert 300. Sieg bei einem Grand-Slam-Turnier FOTO: ap, MDB KAJ
Tennis-Superstar Roger Federer gehen die Diskussionen um sein Karriereende mächtig auf die Nerven. Für den Schweizer selbst ist sein Rücktritt noch weit weg.

"Ich höre das Rücktrittsgerede seit 2009, als ich die French Open gewonnen habe und die Leute sich gefragt haben, wofür ich noch spiele", sagte der Schweizer im Gespräch mit der englischen Tageszeitung "Guardian": "Ich frage mich, was ist falsch mit euch Leuten? Versteht ihr nicht, dass Tennisspielen großer Spaß ist? Ich muss nicht drei Slams pro Jahr gewinnen, um zufrieden zu sein."

Wenn der Körper oder der Geist nicht mehr mitmachen, oder wenn Ehefrau Mirka und die vier gemeinsamen Kinder sagen, es reicht, "dann höre ich morgen auf. Überhaupt kein Problem", sagte Federer, der im August 35 Jahre alt wird: "Aber ich liebe Tennis so sehr, dass ich mich nicht darum kümmere, dass ich nicht mehr so viel gewinne. Für mich ist das irrelevant."

Früher habe er seinen Traum gejagt, heute lebe er ihn, meinte der 17-malige Grand-Slam-Sieger. Federer spielt seit 1998 auf der Profitour, hat 88 ATP-Titel und beinahe 100 Millionen Dollar Preisgeld gewonnen. Seinen letzten Majorsieg feierte Federer 2012 in Wimbledon. In diesem Jahr (ab 27. Juni) startet der Rekordchampion im All England Club ohne Saisonsieg in die 130. Auflage der "Championships". Zuletzt verlor er bei den Vorbereitungsturnieren in Stuttgart und Halle/Westfalen jeweils im Halbfinale.

(sid)
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