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Sportpresseball
Becker geehrt - Auszeichnung auch für Krause und Rosberg

Sportpresseball 2017: Bilder vom Roten Teppich und der Gala
Sportpresseball 2017: Bilder vom Roten Teppich und der Gala FOTO: dpa, exa
Frankfurt/Main. Boris Becker hat beim Sportpresseball am Samstagabend in Frankfurt mit neunjähriger Verspätung den Pegasos-Preis als Legende des Sports überreicht bekommen. Der dreimalige Wimbledonsieger hatte zu der Veranstaltung 2008 in der Alten Oper aus terminlichen Gründen nicht kommen können.

"Der Sport hat mich zu dem gemacht, was ich bin - in guten wie in schlechten Zeiten", sagte Becker nach der Übergabe der weißen Statue durch Ball-Organisator Jörg Müller. Am späten Abend soll der Extrembergsteiger Reinhold Messner als Legende des Sports 2017 ausgezeichnet werden.

Der 49-jährige Becker hatte es noch pünktlich zum Ball in die Mainmetropole geschafft, nachdem er am Freitag und Samstag bei einem Pokerturnier in Tschechien im Einsatz war.

Die Hindernisläuferin Gesa Felicitas Krause und der frühere Formel-1-Weltmeister Nico Rosberg wurden derweil als "Sportler mit Herz" ausgezeichnet.

Gesa Krause stürzt und rennt in die Herzen der Zuschauer FOTO: dpa, hpl

Krause erhielt die Ehrung am Samstagabend für ihre souveräne Reaktion auf ihren fremdverschuldeten Sturz im WM-Finale über 3000 Meter Hindernis. Obwohl sie dadurch frühzeitig alle Medaillenchancen einbüßte, hatte sie das Rennen beendet und danach jegliche Schuldzuweisungen unterlassen. "Nach dem missratenen WM-Finale ist das ein ganz besonderer Tag für mich. Ich habe lange damit zu kämpfen gehabt. Deshalb ist es schön, wenn man jetzt am Ende des Jahres so dafür honoriert wird", sagte die 25-Jährige.

Rosberg war im Vorjahr nach seinem WM-Triumph zurückgetreten und hatte damit nach Ansicht der Ball-Organisatoren ein Zeichen für emotionalen statt noch mehr materiellen Reichtum gesetzt. "Das ist eine besondere Ehre, ganz klar", sagte der Ex-Rennfahrer.

Aktuell als "Legende des Sports" wurde in der Mainmetropole Extrembergsteiger Reinhold Messner (73) geehrt. Der Südtiroler folgte damit auf Bundestrainer Joachim Löw (2016) und weitere Sportgrößen wie Michael Schumacher, Katarina Witt, Becker, Franz Beckenbauer und Heiner Brand.

(sid)
 
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