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Überraschungssiegerin der US Open
Stephens triumphiert nach langer Leidenszeit

Fotos: Stephens strahlt mit Pokal um die Wette
Fotos: Stephens strahlt mit Pokal um die Wette FOTO: afp, jf
New York. Sloane Stephens hat den Überraschungscoup von New York perfekt gemacht und die US Open gewonnen. Die Weltranglisten-83. besiegte im amerikanischen Finale ihre gute Freundin Madison Keys (Nr. 15) überdeutlich mit 6:3, 6:0.

Nach nur 61 Minuten profitierte die fast fehlerfrei spielende Stephens im Arthur-Ashe-Stadium bei ihrem dritten Matchball vom 30. unerzwungenen Fehler der schwach agierenden Keys (22).

"Das ist unglaublich. Ich hätte mir gewünscht, dass es ein Unentschieden gegeben hätte, denn Maddie ist meine beste Freundin auf der Tour", sagte Stephens, die Keys nach der Partie am Netz lange umarmte und sich vor der Siegerehrung neben ihre Fed-Cup-Kollegin auf den Stuhl setzte.

Für ihren ersten Grand-Slam-Titel kassierte Stpehens, die Anfang August lediglich die Nummer 934 im WTA-Ranking war, ein Preisgeld in Höhe von 3,7 Millionen Dollar.

Die 24-Jährige ist die am schlechtesten platzierteste Spielerin, die jemals die US Open gewinnen konnte. Kim Clijsters (Belgien) hatte bei ihrem Triumph 2009 in Flushing Meadows kein Ranking. Stephens wird sich nach dem Erfolg von Flushing Meadows auf Platz 17 der Weltrangliste verbessern.

Triumph nach elf Monaten Verletzungspause

Nach einer Fuß-Operation und einer folgenden elfmonatigen Pause hatte die Rechtshänderin aus Florida erst im Juni ihr Comeback auf der WTA-Tour gefeiert. 2013 hatte die Tochter eines ehemaligen NFL-Profis und einer Schwimmerin bei den Australian Open schon einmal in einem Major-Halbfinale gestanden.

Vor 23.771 Zuschauern war beiden Major-Final-Debütantinnen die große Nervosität zunächst deutlich anzumerken. Doch Stephens, die im Achtelfinale Julia Görges (Bad Oldesloe) ausgeschaltet hatte, fand schneller zu ihrem Spiel und holte sich das erste Break zum 3:2.

Keys, zu deren Trainerteam auch Dieter Kindlmann gehört, leistete sich allein im ersten Satz 17 unerzwungene Fehler. Auch im zweiten Durchgang lag sie schnell mit 0:4 zurück, konnte dann aber drei Breakbälle in Folge nicht nutzen.

"Ich habe nicht mein Tennis spielen können. Aber wenn ich es akzeptieren, gegen jemanden zu verlieren, dann gegen Sloane", meinte Keys.

(areh/sid)
 
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