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Nach Kerber-Aus
Auch Petkovic scheitert in der ersten Runde der US Open

Andrea Petkovic scheitert an Jennifer Brady
Andrea Petkovic scheitert an Jennifer Brady FOTO: afp, jf
New York. Andrea Petkovic befand sich im Gefühlschaos. Die Enttäuschung war der Darmstädterin nach dem Erstrunden-Aus bei den US Open anzusehen, doch sie ließ im Bauch des Arthur-Ashe-Stadiums keinen Zweifel an ihrem Durchhaltevermögen. Ein Karriereende? Kein Thema.

"Es sind jetzt ein paar Jahre, in denen es nicht so läuft, aber ich glaube noch an mich", betonte die Weltranglisten-93., die 2011 im Viertelfinale von New York gestanden hatte und meinte: "Da muss ich durch. Und ich habe noch Lust, da durchzugehen."

Das 4:6, 6:3, 1:6 gegen die um zwei Plätze höher eingestufte Jennifer Brady (USA) war erneut eine vergebene Chance, in die Erfolgsspur zurückzukehren. "Ich werde aber positiv bleiben. Das ist der einzige Weg, wie ich nochmal bestehen kann", erklärte Publikumsliebling Petkovic - und wirkte ebenso überzeugend wie mental gefestigt.

Doch die Anfang September 30 Jahre alt werdende Hessin, einst die Nummer neun im Ranking, weiß auch: "Es besteht die Möglichkeit, dass ich es nicht mehr schaffe." Erfolge wie ihre Halbfinalteilnahme in Washington vor ein paar Wochen geben "Petko" das Gefühl, dass es "nochmal klappen" kann.

Erfolgreicher waren am dritten Turniertag Philipp Kohlschreiber (Augsburg/Nr. 33) und Tatjana Maria (Bad Saulgau). Während Kohlschreiber dem Qualifikanten Tim Smyczek (USA) beim 6:1, 6:4, 6:4 wenig Chanden ließ, meisterte auch Maria durch ein 6:1, 6:1 gegen Wildcard-Inhaberin Ashley Kratzer (USA) ihre Pflichtaufgabe souverän. In der nächsten Runde wartet auf die Weltranglisten-61. Maria nun in Madison Keys (USA/Nr. 15) eine ungleich größere Herausforderung.

Zu diesem Zeitpunkt hatten sechs deutsche Profis die zweite Runde beim letzten Grand-Slam-Turnier des Jahres erreicht. Acht der 17 im Hauptfeld gestarteten DTB-Akteure waren bereits gescheitert - darunter auch Titelverteidigerin Angelique Kerber (Kiel/Nr. 6).

Am Mittwoch schied neben Maximilian Marterer (Nürnberg) und Jan-Lennard Struff (Warstein) aus. Qualifikant Marterer, der auf der ATP-Tour noch kein Match gewonnnen hat, verkaufte sich beim 3:6, 6:1, 1:6, 4:6 gegen Donald Young (USA) teuer. Struff gingen beim 6:3, 3:6, 2:6, 6:1, 3:6 gegen den Ukrainer Alexander Dolgopolow am Ende die Kräfte aus.

Aufgrund der Verschiebungen wegen der Wetterkapriolen sollten am Mittwoch insgesamt zwölf deutsche Profis zum Einsatz kommen. Dabei waren für Alexander Zverev (Nr. 4), Mischa Zverev (beide Hamburg/Nr. 23), Florian Mayer (Bayreuth) und Julia Görges (Bad Oldesloe/Nr. 30) schon ihre Zweitrundenpartien angesetzt.

Der topgesetzte Rafael Nadal und Roger Federer (Nr. 3) indes haben den ersten Schritt zum Traum-Halbfinale von New York getan. Doch in der Diskussion über die geeignete Lautstärke im größten Tennis-Stadion der Welt waren sich die beiden Tennis-Superstars nicht einig. Wegen des Regens war das Dach geschlossen.

"Das war eine coole Erfahrung. Ich empfinde es als Privileg, unter diesen Bedingungen spielen zu dürfen", sagte der Schweizer Federer nach dem 4:6, 6:2, 6:1, 1:6, 6:4 gegen den 19-jährigen Frances Tiafoe (USA) über die besondere Stimmung im überdachten Stadion.

Nadal sah das anders. "Durch das geschlossene Dach hört man eine Menge Krach. Um ehrlich zu sein, ist es ein bisschen zu viel. Ich habe noch nicht einmal gehört, wenn ich den Ball geschlagen habe", meinte der Spanier über das "Tollhaus".

(dpa)
 
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