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US Open
Lisicki glänzt mit Aufholjagd, Kerber nach großem Kampf raus

Lisicki nach Energieleistung im Achtelfinale
Lisicki nach Energieleistung im Achtelfinale FOTO: ap
New York. Sabine Lisicki konnte ihr Glück kaum fassen. Nach dem Ende einer denkwürdigen Aufholjagd ließ sich die Berlinerin rücklings auf den Court fallen und weinte hemmungslos. Selbst ein 1:5-Rückstand im entscheidenden Satz hatte Lisicki nicht davon abhalten können, als einziger deutscher Profi ins Achtelfinale der US Open einzuziehen. Angelique Kerber ist dagegen nach großem Kampf ausgeschieden.

"Ich habe mein Herz auf dem Platz gelassen und die 120 Prozent in jeden Ball gelegt, die ich noch übrig hatte", sagte die 25-jährige Lisicki nach dem 6:4, 4:6, 7:5 gegen die Weltranglisten-42. Barbora Strycova (Tschechien).

Nach 2:44 Stunden verwandelte die einstige Wimbledon-Finalistin Lisicki ihren ersten Matchball auf dem Grandstand und verhinderte das schlechteste Abschneiden der DTB-Starter in New York seit 2010.

Zuletzt hatte die Fed-Cup-Spielerin in Flushing Meadows vor vier Jahren in der Runde der letzten 16 gestanden. Am Montag trifft die 25-jährige Lisicki auf die Weltranglistenzweite Simona Halep aus Rumänien, die sich beim 6:2, 6:3 gegen Shelby Rogers (USA) in guter Form präsentierte.

Am sechsten Turniertag hatten zuvor Angelique Kerber (Kiel/Nr.11), Andrea Petkovic (Darmstadt/Nr. 11), Philipp Kohlschreiber (Augsburg/Nr. 29) und Mona Barthel (Neumünster) den Sprung ins Achtelfinale verpasst.

Hoffnungsträgerin Kerber hatte gegen Wiktoria Asarenka (Weißrussland/Nr. 20) zwar eine bärenstarke Leistung gezeigt, dann aber doch nach 2:52 Stunden mit 5:7, 6:2, 4:6 verloren. "Ich bin traurig, enttäuscht und gerade völlig fertig mit der Welt", sagte Kerber und meinte: "Ein, zwei Punkte haben das Spiel entschieden."

Die von einer starken Erkältung geschwächte Petkovic unterlag der britischen Qualifikantin Johanna Konta mit 6:7 (4:7), 3:6. Kohlschreiber stand beim 3:6, 4:6, 4:6 gegen den an Position zwei gesetzten Major-Rekordsieger Roger Federer (Schweiz) auf verlorenem Posten - und war unzufrieden mit seiner Vorstellung im größten Tennis-Stadion der Welt: "Ich bin von mir sehr enttäuscht. Roger hat mich nicht weggeschossen, ich habe mich selbst aus dem Turnier gekegelt."

Barthel verpasste durch ein 6:1, 3:6, 4:6 gegen Varvara Lepchenko (USA) ihre erste Achtelfinal-Teilnahme bei einem Major-Turnier.

Die Mitfavoriten indes gaben sich keine Blöße. French-Open-Sieger Stan Wawrinka bleibt nach dem 6:3, 7:6 (7:5), 6:4 gegen Ruben Bemelmans (Belgien) weiter ohne Satzverlust. Der Schweizer spielt nun gegen Donald Young, den neben John Isner einzig im Feld verbliebenen Amerikaner. Publikumsliebling Young holte zum zweiten Mal binnen fünf Tagen einen 0:2-Satzrückstand auf und triumphierte am Ende mit 4:6, 0:6, 7:6 (7:3), 6:2, 6:4 gegen den Serben Viktor Troicki (Nr. 22).

Die zweimalige Wimbledonsiegerin Petra Kvitova (Tschechien/Nr. 5) fertigte Anna Karolina Schmiedlova (Slowakei/Nr.32) mit 6:2, 6:1 ab und spielt nun gegen Petkovic-Bezwingerin Konta.

(sid)
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