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Wimbledon
Muguruza fordert Williams im Wimbledon-Finale heraus

Fotos: Muguruza zieht in ihr erstes Major-Finale ein
Fotos: Muguruza zieht in ihr erstes Major-Finale ein FOTO: afp, rb/dan
London. Als Garbine Muguruza den Matchball gegen die Polin Agnieszka Radwanska zum 6:2, 3:6, 6:3 verwandelt hatte, sank die 21-Jährige zunächst auf die Knie und lies sich dann bäuchlings auf den Rasen fallen.

Danach stand sie auf, blickte ungläubig Richtung Tribüne zu ihrem Trainer Alejo Mancisidor und ließ sich von den Zuschauern feiern. "Ich bin so glücklich. Das ist etwas, wofür ich mein ganzes Leben lang gearbeitet habe", sagte Muguruza wenig später.

21 Jahre nach dem ersten und bislang einzigen Triumph einer Spanierin im All England Club greift erneut eine Spielerin von der iberischen Halbinsel nach dem Sieg beim bedeutendsten Tennisturnier. Muguruza, geboren 1993, im Jahr vor Conchita Martinez' Wimbledonsieg, werden morgen Erfolgschancen eingeräumt. Und das, obwohl sie auf Serena Williams (USA) trifft. Die Weltranglisten-Erste schaltete Maria Scharapowa aus Russland mit 6:2, 6:4 aus.

Muguruza beeindruckte mit ihrer Kombination aus Präzision und Geschwindigkeit. Damit hatte sie in der Runde drei auch Deutschlands größte Rasenhoffnung Angelique Kerber ausgeschaltet und dabei im ersten Durchgang neun Satzbälle abgewehrt. "Es ist wie ein Traum, aber ich will den Titel und muss mich weiter konzentrieren", sagte Muguruza nach dem Halbfinale. Im zweiten Satz verlor die Spanierin nach einer 3:1-Führung sechs Spiele in Folge. Es spricht jedoch für die 1,82 m große Muguruza, dass sie sich trotz ihrer geringen Erfahrung in großen Matches aus Krisen befreien kann. 2014, bei den French Open in Paris, hatte sie erstmals auf der großen Bühne bleibenden Eindruck hinterlassen. Die in Caracas geborene Tochter eines Basken und einer Venezolanerin ließ in der zweiten Runde ihrer prominenten Gegnerin beim 2:6, 2:6 nicht den Hauch einer Chance. "Sie hat mich schon einmal geschlagen. Es wird kein einfaches Spiel. Ich werde kämpfen müssen", sagte Serena Williams. Die 33-Jährige kann nach New York, Melbourne und Paris das vierte Grand-Slam-Turnier in Folge gewinnen - es wäre ihr 21. Triumph in 26 Endspielen bei den wichtigsten Turnieren.

Quelle: RP
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