Nächster Termin im Konkursverfahren am 4. Dezember: Thurau-Villa bringt 1,35 Millionen
zuletzt aktualisiert: 28.11.2000 - 16:11Frankfurt/Main (sid). Dietrich Thurau, einer der populärsten deutschen Radsportler aller Zeiten, scheint finanziell am Ende. Am Dienstag wurde die Privatvilla des 46-Jährigen im Frankfurter Stadtteil Bergen-Enkheim zwangsversteigert. Den Zuschlag erhielt eine Gläubigerbank für 1,35 Millionen Mark. Wann die Familie Thurau, von der Ehefrau Birgit anwesend war, die Villa räumen muss, ist noch offen.
"Didi" Thurau hatte 1977 Deutschland in eine bis dahin nicht gekannte Radsport-Euphorie versetzt, als er bei der Tour de France vom Start weg 15 Tage lang in Gelb fuhr, ehe das "Engelsgesicht" (L'Equipe) am Ende Platz fünf belegte. Danach konnte Thurau die hohen Erwartungen nie mehr ganz erfüllen, kassierte aber als Publikumsmagnet hohe Gagen vor allem auf der Bahn.
Nächster Termin im Konkursverfahren von Thuraus Immobilien-Firma vor dem Amtsgericht Frankfurt ist der 4. Dezember. Das Verfahren läuft bereits seit dem 19. Mai 1998. Rund 70 Gläubiger erheben mittlerweile Ansprüche aus der Konkursmasse. Auch diverse von der Thurau-Firma erstellten Immobilien stehen bereits unter Zwangsverwaltung.
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