Michael Schumacher auf dem zweiten Platz: Tiger Woods ist "Geld-Weltmeister"
zuletzt aktualisiert: 18.12.2000 - 11:31Neuss (sid). Im Milliardengeschäft Formel 1 hat Michael Schumacher (Foto unten) zwar das WM-Double geschafft, doch Weltmeister im Geldverdienen ist ein anderer. Golfstar Tiger Woods (USA, Foto) war im Jahr 2000 mit Einnahmen von schätzungsweise 200 Millionen Mark wieder der Krösus im Weltsport - vor dem Ferrari-Piloten, der 110 Millionen einstrich. Den Vogel schoss allerdings Amerikas "Boxport-Kurzarbeiter" Mike Tyson ab, dessen Stundenlohn hochgerechnet 365 Millionen Mark betrug.
Der Golf-Weltranglistenerste Woods, der zwölf Turniere gewann und Preisgelder in Höhe von 22 Millionen Mark kassierte, verdiente dank Antrittsgagen und Werbeeinnahmen rund 60 Millionen mehr, als der deutsche Fußball-Meister Bayern München für seine gesamte Bundesliga-Mannschaft ausgab (137,1).
Doppel-Weltmeister Schumacher, der Platz zwei in den "Top Ten" der internationalen Geldrangliste behauptete, erhielt von seinem Arbeitgeber Ferrari 75 Millionen Mark als Jahresgage überwiesen. 20 Millionen von diversen Sponsoren und 15 Millionen aus den Erlösen der eigenen Kollektion, die schätzungsweise 100 Millionen umsetzt, gingen zudem auf dem Schweizer Nummernkonto des Kerpeners ein.
Auf Platz drei boxte sich Schwergewichts-Champion Lennox Lewis. Der Engländer, der im Jahr 2000 dreimal erfolgreich seinen Titel verteidigte, kassierte umgerechnet 99 Millionen Mark. "Bad Boy" Mike Tyson brachte es in ebenfalls drei Kämpfen auf 65 Millionen Mark. Da der zweimalige Weltmeister aller Klassen gegen Julius Francis, Lou Savarese und Andrew Golota insgesamt nur 641 Sekunden im Ring stand, kommt der "Ohrenbeißer" rechnerisch auf den gigantischen Stundenlohn von 365 Millionen Mark.
Angeführt von Topverdiener Shaquille O'Neal von den Los Angeles Lakers, der es inklusive Plattenverkäufen und Werbedeals auf 60 Millionen Mark brachte, folgt die Phalanx der Basketball-Millionäre. Kevin Garnett (Minnesota Timberwolves/43), Alonzo Mourning (Miami Heat/37), Juwan Howard (Washington Wizards/37) und Hakeem Olajuwon (Houston Rockets/36,5) drängten alle anderen Sportarten aus den "Top Ten".
Nur Baseballprofi Carlos Delgado von den Toronto Blue Jays gelang mit 37 Millionen Mark der Sprung unter die ersten Zehn. Im kommenden Jahr wird allerdings Alex Rodriguez die Rangfolge kräftig durcheinanderwirbeln. "A-Rod" unterschrieb bei den Texas Rangers den höchstdotierten Sportvertrag aller Zeiten und streicht in den kommenden zehn Jahren insgesamt 555 Millionen Mark ein.
Von derartigen Zahlen können die Fußballer nur träumen. "Spice-Boy" David Beckham ist dank seiner Werbeverträge und seiner Autobiographie mit einem Jahresverdienst von 17 Millionen Mark die Nummer eins der Kicker. Der mittlerweile kahlrasierte Mittelfeldstar des englischen Meisters Manchester United kassiert immer noch drei Millionen Mark pro Jahr vom Hersteller eines Haarpflegemittels. Von den Großverdienern des internationalen Sports ist Beckham aber noch weit entfernt. Kleiner Trost: Ehefrau Victoria, "Posh Spice" bei den "Spice Girls", brachte weitere sieben Millionen Mark in die Familienkasse.
Die "Top Ten" der Geldrangliste (geschätzt in Mark, inklusive Werbung):
1. Tiger Woods (USA/Golf) 200 Millionen
2. Michael Schumacher (Kerpen/Formel 1) 110
3. Lennox Lewis (Großbritannien/Boxen) 99
4. Mike Tyson (USA/Boxen) 65
5. Shaquille O'Neal (USA/Basketball) 60
6. Kevin Garnett (USA/Basketball) 43
7. Carlos Delgado (Kanada/Baseball) 37
Alonzo Mourning (USA/Basketball) 37
Juwan Howard (USA/Basketball) 37
10. Hakeem Olajuwon (USA/Basketball) 36,5
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