Auch Ullrich im Pulk gefangen: Tirreno-Adriatico: Svorada vor Zabel
zuletzt aktualisiert: 09.03.2000 - 18:17Sisteron/Aversa (sid). Weiterhin gute Frühform zeigen die Radprofis des Teams Deutsche Telekom, doch die Tagessiege bei den Fernfahrten Tirreno-Adriatico und Paris-Nizza mussten die Bonner auch am Donnerstag der Konkurrenz überlassen. "Wir waren mit Jan Ullrich und Erik Zabel vorn mit dabei, kamen aber nicht mehr aus dem Pulk heraus. Das kann bei einem Massenspurt immer passieren", erklärte Teamleiter Rudy Pevenage als Chef der Italien-Expedition.
Bei Tirreno-Adriatico hatte Zabel am Vortag nur Spaniens Straßenweltmeister Oscar Freire Gomez den Tagessieg überlassen müssen, die zweite Etappe am Donnerstag über 189 Kilometer von Sorrento nach Aversa entschied der Tscheche Jan Svorada (Foto) vor Roman Vainsteins aus Lettland für sich.
Vainsteins übernahm damit vor dem dritten Abschnitt über 160 km von Aversa nach Santuario Addolorata auch die Führung im Gesamtklassement. Schon nach dem ersten Teilstück hatte Telekom-Kapitän Ullrich über zwölf Minuten Rückstand gehabt.
In Frankreich reichten alle Telekom-Anstrengungen nicht zu einem Sieg. Auf dem fünften Teilstück der 58. Fahrt nach Nizza hatte sich besonders Alexander Winokurow viel vorgenommen. Zwölf Kilometer vor dem Ziel der 194,2 Kilometer langen Etappe in Sisteron attakierte der Kasache vehement, hatte dabei aber Gilles Bouvard (Frankreich) und Javier Ochoa (Spanien) am Hinterrad.
Die ständigen Angriffe ihres Teamkollegen wurden von Andreas Klöden (Berlin), Stefan Schreck (Erfurt) und Giovanni Lombardi (Italien) unterstützt. Auf dem letzten Kilometer nutzte jedoch Matteo Tosatto (Italien) die Gunst des Augenblicks und siegte nach 4:59:35 Stunden mit zwei Sekunden Vorsprung vor dem Niederländer Tristan Hofmann. Als bester Telekom-Fahrer wurde Lombardi Zehnter, zeitgleich auf dem 23. Rang landete der Hannoveraner Grischa Niermann vom niederländischen Rabobank-Team.
Ex-Weltmeister Laurent Brochard reichte der sechste Rang, um die Führung im Gesamtklassement erfolgreich zu verteidigen. Der Franzose hat weiterhin zehn Sekunden Vorsprung vor dem zweitplatzierten Klöden. Der Kelsterbacher Kai Hundertmarck (0:40 zurück) und Winokurow (1:00) gehen am Freitag von den Plätzen zwölf und 27 auf die sechste Etappe über 196,2 Kilometer von Sisteron nach Villeneuve-Loubet in die französischen See-Alpen.
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