Elia lieferte erbitterte Gegenwehr: Titelverteidigerin Kim Clijsters und Nathalie Tauziat erreichen Halbfinale
zuletzt aktualisiert: 28.09.2001 - 19:30Leipzig (rpo). Die belgische Titelverteidigerin Kim Clijsters ist beim WTA-Turnier in Leipzig als erste Spielerin ins Halbfinale eingezogen. Wenig später folgte ihr auch Nathalie Tauziat in die Vorschlussrunde.
Mit geballter Erfahrung und jugendlichem Elan haben die Siegerinnen der vergangenen beiden Jahre erneut für Furrore gesorgt. Nach dem 6:1, 2:6, 6:4-Sieg der 18-jährigen Kim Clijsters über Silvia Farina Elia (Italien) zog am Freitag auch die unverwüstliche Französin Nathalie Tauziat durch ein 6:2, 5:7, 6:2 gegen Anne Kremer (Luxemburg) in die Runde der letzten Vier ein. Die 33-Jährige hatte sich bereits 1999 in die Siegerliste in Leipzig eingetragen und will nach dem Masters in München ihre Karriere beenden.
Im Halbfinale bekommt es Clijsters entweder mit der Qualifikantin Daniela Hantuchova (Slowakei) oder der Olympia-Zweiten Jelena Dementjewa aus Russland zu tun. Tauziat muss sich mit der Siegerin der Partie Magdalena Malejewa (Bulgarien) gegen Anastasia Myskina (Russland) auseinander setzen.
Die Weltranglisten-Fünfte Kim Clijsters benötigte drei Sätze, um Farina Elia im Viertelfinale mit 6:1, 2:6, 6:4 in die Knie zu zwingen. Im ersten Aufeinandertreffen mit der Italienerin wollte sich die von Nervenschmerzen im rechten Arm geplagte Vorjahressiegerin ihrer Aufgabe im Schnelldurchgang entledigen. Für den ersten Satzgewinn benötigte sie nur 21 Minuten. "Ich will zeigen, dass es mir in Leipzig gefällt und möglichst zum zweiten Mal hier gewinnen", sagte Clijsters nach der Partie. Doch ihre an Nummer 15 der Weltrangliste notierte, elf Jahre ältere Gegnerin kam ins Spiel zurück, erzwang das Break zur 3:1-Führung und nahm Clijsters den Aufschlag zum Satzausgleich ab.
Auch im entscheidenden dritten Satz lieferte Farina Elia erbitterte Gegenwehr und ärgerte sich anschließend: "Ich habe ganz gut gespielt, aber zu spät damit angefangen." Clijsters leistete sich viele Vorhandfehler und profitierte beim Spielball zum 5:3 von einer Fehlentscheidung des Linienrichters, der einen Ausball von Clijsters nicht erkannt hatte. Mit dem zweiten Matchball erzwang die Belgierin die Entscheidung.
Tauziat machte ebenfalls Tempo. Die mit acht WTA-Titeln dekorierte Weltranglisten-Zehnte brachte Kremer durch ein 6:2 im ersten Satz schnell in Bedrängnis. Doch die am linken Oberschenkel bandagierte Huber-Bezwingerin befreite sich aus der Umklammerung und zwang die stark aufschlagende Favoritin mit einem Break zum 7:5 in den Entscheidungssatz. In dem war sie mit ihrem Latein am Ende. Regungslos verwandelte Tauziat ihren zweiten Matchball zum 6:2. Ebenso emotionslos bewertete sie ihre Chancen auf einen neulichen Turniersieg: "Ich bin noch im Wettbewerb, warum also nicht?"
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