Tennis: Anke Huber verliert Erstrundenspiel in Sydney: Tommy Haas spielt Dienstag in Auckland gegen Jeff Tarango
zuletzt aktualisiert: 10.01.2000Sydney/Auckland (dpa). Anke Huber ist traditionell schlecht in die neue Tennis-Saison gestartet. Die 25-jährige Karlsdorferin verlor eine Woche vor Beginn der Australian Open am Montag in Sydney ihr Erstrundenspiel gegen die weißrussische Qualifikantin Olga Barabanschikowa mit 3:6, 6:3, 1:6. Damit verpasste Huber, die nach dem Rücktritt von Steffi Graf die einzige deutsche Spielerin von Weltklasseformat ist, ein Zweitrunden-Duell mit der an Nummer eins gesetzten Weltranglisten-Ersten Martina Hingis aus der Schweiz.
Beim Herren-Turnier auf der Olympia-Anlage 2000 gab es am Montag ebenfalls einen Favoritensturz. Der an Nummer eins gesetzte Gustavo Kuerten aus Brasilien verlor gegen Francisco Clavet (Spanien) mit 4:6, 6:3, 4:6. "Nach einer langen Pause ist das erste Spiel immer besonders schwer", kommentierte Kuerten seinen verpatzten Start.
Die Generalprobe von Daviscup-Spieler Thomas Haas (München) für die Australian Open beginnt am Dienstag beim mit 325 000 Dollar dotierten Turnier in Auckland mit dem Erstrunden-Match gegen Jeff Tarango. Der Linkshänder aus den USA war in der vergangenen Woche in Doha schon der Saison-Auftaktgegner von Nicolas Kiefer gewesen. Der Holzmindener gewann knapp mit 7:6, 7:6.
Haas setzt aus Grand Slams Nach der Neuordnung der Weltrangliste im Herren-Tennis will Haas, 1999 in Auckland Finalist, sein Augenmerk in diesem Jahr noch stärker auf die Grand Slams und die Super-9-Veranstaltungen (wie die German Open in Hamburg) richten. "Ich werde mich auf die großen Turniere konzentrieren", sagte Haas. Seine Zielsetzung gilt aber nicht ausschließlich einem Spitzenplatz in der neuen Weltrangliste, dem "Champions Race", bei dem jeder Spieler zu Jahresbeginn mit null Punkten startet. "Mein großer Traum ist es, ein Grand-Slam-Turnier zu gewinnen. Wenn mir das gelingt, ist es mir egal, ob ich die Nummer eins oder 20 in der Welt bin", sagte der 21-Jährige.
Erster Spitzenreiter in der am Montag von der Spielervereinigung ATP veröffentlichten Rangliste nach neuem Modus ist Doha-Sieger Fabrice Santoro aus Frankreich mit 50 Punkten. Es folgten dessen Landsmann Jerome Golmard, der Australier Lleyton Hewitt und Doha- Finalist Rainer Schüttler (Bad Homburg) mit jeweils 35 Zählern. Der Münchner Markus Hantschk (24) ist Fünfter, Nicolas Kiefer (22) Siebter. US-Star Andre Agassi, der das vergangene Jahr als Nummer eins beendet hatte, hat den neuen Modus begrüßt: "Er ist viel verständlicher für die Öffentlichkeit. Insofern ist die Änderung ein großer Fortschritt für das Tennis."
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