Seiner Frau drohen bis zu sieben Jahre Haft: Tour-Dritter Rumsas stellt sich nicht den Ermittlern nicht
zuletzt aktualisiert: 05.08.2002 - 12:25Lyon (rpo). Raimondas Rumsas wird sich den französischen Ermittlern nicht stellen. Der unter Doping-Verdacht stehende Rad-Profi will Fragen lediglich in Italien beantworten.
Dies teilte sein Anwalt Jean-Marc Varaut am Montag in Lyon mit.
Rumsas fürchtet offenbar seine Verhaftung, nachdem seine Frau Edita seit einer Woche in Lyon einsitzt. Ihr drohen bei einer Verurteilung wegen Drogenhandels bis zu sieben Jahre Haft.
Varaut kündigte für Dienstag den Antrag auf Haftentlassung von Edita Rumsas an, über den bei Ablehnung durch die Behörden das Berufungsgericht in Chambery entscheiden müsste.
Frau Rumsas war am letzten Tag der Tour de France nahe des Mont-Blanc-Tunnels an der Grenze nach Italien gestoppt und mit erheblichen Mengen von Epo, Anabolika und Aufputschmitteln im Auto festgenommen worden. Raimondas Rumsas hat bisher alle Dopingvorwürfe zurückgewiesen. Der 30-Jährige war während der Tour mehrmals ohne positiven Befund getestet worden.
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