Nun Ambitionen auf Europameisterschaften: Triathlon: Petzhold/Dittmer gewinnen DM
zuletzt aktualisiert: 07.06.2003 - 15:07Obersulm (rpo). Eindrucksvoll haben Maik Petzold und Anja Dittmer die deutschen Triathlon-Meisterschaften gewonnen. Sie sind nun heiße Sieg-Anwärter für die in zwei Wochen stattfindenden Europameisterschaften.
Der Olympiazweite Stephan Vuckovic muss nach seinem neunten Platz hingegen erst auf eine EM-Nominierung durch Bundestrainer Ralf Ebli hoffen. Der WM-Sechste Petzold (Adelsberg) setzte sich in Obersulm über die olympische Distanz von 1,5 km Schwimmen, 40 km Radfahren und 10 km Laufen im nationalen Wettstreit nach 1:58:23 Stunden gegen Andreas Raelert (Waiblingen/1:58:34) und Dirk Bockel (Rostock/1:59:01) durch.
Gesamtsieger wurde der Neuseeländer Reed Shane (1:57:21) vor dem Südafrikaner Claude Eksteen (1:58:20) und Petzold. Titelverteidiger Daniel Unger (Mengen) kam wie die Ironman-Experten Jürgen Zäck, Thomas Hellriegel und Norman Stadler im geschlagenen Feld ins Ziel.
Zeug zum Meister
"Ich wusste, dass ich das Zeug zum Meister habe. Jetzt hoffe ich bei der EM wieder auf einen Podiumsplatz", erklärte der 25 Jahre alte Petzold, der im vergangenen Jahr bei der EM Bronze gewann. Auch Vuckovic, für den das Rennen beim Schwimmen unglücklich gestartet war, zeigte sich zufrieden: "Ich habe beim Laufen gezeigt, dass mit mir wieder zu rechnen ist", sagte der Reutlinger, der noch im vergangenen Jahr an der schweren Legionärskrankheit litt.
Bei den Frauen wurde Dittmer ihrer Favoritenstellung gerecht und trug sich zum vierten Mal in die Siegerliste ein. Die 27 Jahre alte Neubrandenburgerin verwies in 2:12:37 Stunden Joelle Franzmann (Birkenfeld/2:13:36) und die Finnin Merija Kiwirante (2:14:29) auf die Plätze. Die nationale Bronzemedaille sicherte sich Ricarda Lisk (Waiblingen).
International gewappnet
Für die EM am 20. und 21. Juni im tschechischen Karlsbad haben sich die ersten drei Männer und zwei schnellsten deutschen Frauen direkt qualifiziert. Ebli, der am Pfingstmontag die zwei weiteren Tickets bei den Männern bzw. eine weitere Fahrkarte bei den Frauen verteilen will, traut seinen Athleten nach dem letzten Härtetest im Glutofen der "schwäbischen Toscana" Großes zu: "Wer sich bei diesen Bedingungen durchgesetzt hat, ist auch international gewappnet. Eine Medaille ist möglich."
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