Viertelfinals sind komplett: US-Amerikaner wenden Blamage ab
zuletzt aktualisiert: 06.02.2000Neuss (sid). Der 31-maligen Rekordgewinner USA hat im 89. Daviscup-Wettbewerb eine Blamage in der ersten Runde nur knapp abgewendet. Auch Titelverteidiger Australien musste zittern. Das US-Team des neuen Teamchefs John McEnroe feierte in Simbabwe einen 3:2-Zittersieg, nachdem die Gastgeber bereits mit 2:1 geführt hatten.
Neben den US-Amerikanern, die im Viertelfinale in Los Angeles Tschechien empfangen, treffen in der Runde der letzten acht Teams Spanien auf Russland und Brasilien auf die Slowakei. Der deutsche Viertelfinal-Gegner steht wurde n Zürich in der Begegnung zwischen der Schweiz und Australien ermittelt. In der letzten Begegnung zwischen Georg Bastl und Mark Philippoussis setzte sich der Australier durch und erkämpfte so den dritten Punkt.
Zunächst sorgte der Weltranglistenerste Andre Agassi in Harare für den planmäßigen 2:2-Ausgleich mit einem 6:2, 6:3, 7:6 (7:4)-Sieg gegen Byron Black. Danach bescherte Chris Woodruff, der erst nach den verletzungsbedingten Absagen von Pete Sampras und Todd Martin ins US-Team gerutscht war, mit einem 6:3, 6:7 (2:7), 6:2, 6:4 doch noch den Einzug in die nächste Runde.
Nach dem planmäßigen Auftakterfolg von Australian-Open-Champion Agassi am Samstag gegen Wayne Black hatten die Außenseiter das McEnroe-Team an den Rand einer Pleite gebracht. Zunächst unterlag Ersatzmann Chris Woodruff gegen Byron Black, dann verlor am Samstag auch noch das Doppel Rick Leach/Alex O'Brien 6:7, 7:5, 6:0, 5:7, 5:7 gegen Wayne Black und Kevin Ullyett.
Den gleichen Verlauf nahm die Partie des 27-maligen Daviscup-Champions Australien in Zürich gegen die Schweiz, für die Youngster Roger Federer zum eifrigen Punktesammler wurde. Nach Lleyton Hewitts Erfolg gegen George Bastl bezwang der 18-jährige Federer überraschend Mark Philippoussis und holte dann an der Seite von Lorenzo Manta im Doppel den zweiten Punkt. Das Duo zwang Wayne Arthurs und Sandon Stolle in vier Sätzen in die Knie. Am Sonntag setzte sich Jungstar Lleyton Hewitt mit 6:2, 3:6, 7:6 (7:2), 6:1 gegen Roger Federer durch.
Einen tiefen Fall erlebte Vorjahres-Finalist Frankreich. Schon vor den Schluss-Einzeln lag die "equipe tricolore" in Florianopolis gegen Gastgeber Brasilien aussichtslos 0:3 zurück und muss sich nun über die Playoffs für den nächsten Wettbewerb qualifizieren. "Wir müssen jetzt hart, hart arbeiten", sagte Team-Kapitän Guy Forget nach der Doppel-Niederlage von Cedric Pioline/Nicolas Escude gegen Gustavo Kuerten und Jaime Oncins. Die Einzel hatten Jerome Golmard gegen Kuerten und Pioline gegen Fernando Meligeni verloren.
England ging am letzten Tag nach einem 1:2-Rückstand gegen Tschechien unter. Tim Henman, der am Freitag in fünf Sätzen Slava Dosedel niedergerungen hatte, verlor gegen Jiri Novak glatt mit 4:6, 2:6, 2:6. Bohdan Ulihrach bezwang im bedeutungslos gewordenen Schlusseinzel Jamie Delgado mit 5:7, 7:5, 6:4.
In Moskau mussten Marat Safin und Andrej Tscherkasow hart um den Sieg kämpfen. Das Duo stand erst nach 2:33 Stunden als 4:6, 7:6 (7:2), 1:6, 6:1, 6:3-Sieger über die belgischen Brüder Christophe und Oliver Rochus fest. Zum Auftakt am Freitag hatten in den Einzeln Jewgeny Kafelnikow gegen Filip Dewulf und Safin gegen Christophe Rochus gewonnen.
Im spanischen Murcia ließ Ex-Weltmeister Alex Corretja mit seinem Partner Joan Balcells den italienischen Gegnern Andrea Gaudenzi und Diego Nargiso nie eine Chance. Die Hausherren gewannen 6:3, 6:4, 6:1. In den Auftakteinzeln hatten Albert Costa gegen Davide Sanguinetti und Corretja gegen Gaudenzi dominiert.
In Bratislava sorgte das Doppel Karol Kucera/Dominik Hrbaty gegen Österreich für die vorzeitige Entscheidung mit einem 6:4, 6:3, 6:4 gegen Julian Knowle/Alexander Peya. Am Vortag hatte Kucera die Slowakei gegen Markus Hipfl und Hrbaty gegen Stefan Koubek jeweils mit Drei-Satz-Erfolgen in Front gebracht.
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