Auftaktsiege für Williams und Agassi: US Open: Drei Deutsche ausgeschieden
zuletzt aktualisiert: 27.08.2002 - 11:13New York (rpo). Nach dem ersten Tag der US Open in New York sind drei der zwölf gestarteten deutschen Tennis-Profis ausgeschieden. Barbara Rittner (Leverkusen), Greta Arn (Düsseldorf) und Lars Burgsmüller (Essen) verloren in der ersten Runde des letzten Grand-Slam-Turniers des Jahres.
Rittner unterlag der gesetzten Tamarine Tanasugarn aus Thailand mit 4:6, 7:6 (7:4), 2:6. Arn ging gegen die an Nummer fünf gesetzte Jugoslawin Jelena Dokic in 51 Minuten mit 2:6, 2:6 unter. Burgsmüller verlor gegen den 18-jährischen schwedischen Qualifikanten Robin Soderling mit 6:7 (7:9), 0:6, 4:6.
Die noch von einer Grippe geschwächte Leverkusenerin ("Eine Scheiß-Auslosung") hatte zumindest eine logische Erklärung für ihre Schlappe gegen Tanasugarn: "Wegen einer Entzündung am linken Fuß bin ich ohne jegliche Hartplatz-Vorbereitung nach New York gekommen."
Bundestrainer Markus Schur machte andere Gründe für die Flaute im deutschen Damentennis aus: "Unsere Mädels müssen endlich mal begreifen, dass sie das Zeug dazu haben, eine gesetzte Spielerin zu schlagen." Das galt allerdings nicht für Greta Arn, die beim 2:6, 2: 6 gegen die an Nummer fünf gesetzte Jugoslawin Jelena Dokic deutlich überfordert war.
Die Weltranglistenerste Serena Williams hatte in der ersten "Night Session" im Arthur-Ashe-Stadion beim 6:2, 6:3-Sieg gegen ihre Landsfrau Corina Morariu keine Mühe. In Lindsay Davenport gewann eine weitere gesetzte Amerikanerin ihr Auftaktmatch mit 6:2, 6:1 gegen Eva Dyrberg aus Dänemark.
Andre Agassi am 17. Jahrestag seines US-Open-Debüts mit dem 6:3, 6:3, 6:3 über seinen jungen Landsmann Robby Ginepri in Runde zwei und trifft dort auf seinen Daviscup-Partner Justin Gimelstob. Etwas mehr Arbeit hatte die mit viel Vorschusslorbeeren bedachte US-Nachwuchshoffnung James Blake. Der rastalockige Youngster, der Agassi vor einer Woche im Finale von Indianapolis besiegt hatte, setzte sich nach hartem Kampf mit 6: 7 (3:7), 6:3, 6:3, 7:6 (7:5) gegen Brian Vahaly (USA) durch.
Dagegen schied Arantxa Sanchez-Vicario als erste von zehn früheren Gewinnern der US Open aus. Die Spanierin, die 1994 das Finale in Flushing Meadows gegen Steffi Graf für sich entschieden hatte, unterlag der Qualifikantin Marion Bartoli aus Frankreich mit 3:6, 1:6.
Am Dienstag bestreiten sieben weitere deutsche Profis ihre Auftaktspiele bei der mit 16,1 Millionen Dollar dotierten Hartplatz-Veranstaltung. Auf dem Centre Court beginnt Nicolas Kiefer (Holzminden) um 11.00 Uhr (17.00 Uhr MESZ) gegen den an Nummer zwei gesetzten Russen Marat Safin. Zur gleichen Zeit muss sich Angelika Roesch (Berlin) mit der Spanierin Cristina Torrens Valero auseinander setzen.
Danach spielen Rainer Schüttler (Bad Homburg) gegen den französischen Qualifikanten Jean-Rene Lisnard, Anca Barna (Nürnberg) gegen Alexandra Podkolzina (USA), Martina Müller (Hannover) gegen Maret Ani (Estland), Alexander Waske (Frankfurt) gegen Guillermo Coria (Argentinien) und Marlene Weingärtner (Heidelberg) gegen Conchita Martinez (Spanien). Alexander Popp (Mannheim) und der beste deutsche Tennis-Profi, Thomas Haas aus Hamburg, greifen erst am Mittwoch ins Geschehen ein.
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