Leverkusenerin unterlag Tamarine Tanasugarn: US Open: Rittner in der ersten Runde ausgeschieden
zuletzt aktualisiert: 26.08.2002 - 19:47New York (rpo). Für Barbara Rittner kam das Aus bei den US Open schon in der ersten Runde. Die Leverkusenerin musste sich Tamarine Tanasugarn aus Thailand geschlagen geben.
Der Auftakt der US Open in New York ist für die deutschen Tennis-Profis gründlich daneben gegangen. Barbara Rittner schied am Montag beim letzten Grand-Slam-Turnier des Jahres als Erste der zwölf deutschen Spieler aus. Gegen die an Nummer 27 gesetzte Tamarine Tanasugarn aus Thailand verlor die Leverkusenerin 4:6, 7:6 (7:4), 2:6. Bei ihrem elften Auftritt in Flushing Meadows war für die 29-Jährige damit bereits zum sechsten Mal Endstation in Runde eins.
"Ich hätte das Spiel gewinnen können, aber ich war total verkrampft", schimpfte Barbara Rittner nach ihrem ersten Hartplatz- Spiel dieses Sommers über sich selbst. "Jetzt habe ich einen Hals ohne Ende." Und das gleich im doppelten Sinne. Nachdem sie die Vorbereitungs-Turniere in Montreal und New Haven wegen einer Entzündung im linken Fuß abgesagt hatte, war sie schon vor einer Woche nach New York angereist. "Durch die Klima-Anlagen überall habe ich mich erkältet. Ich fühle mich körperlich nicht gut und könnte 15 Stunden schlafen. Aber das soll keine Ausrede sein", ergänzte sei.
Die in der Weltrangliste 47 Plätze vor ihr notierte Tamarine Tanasugarn zog ihr mit platzierten Vorhandschlägen den Nerv. Ihren stärkeren Aufschlag spielte Barbara Rittner unter den Augen von Bundestrainer Markus Schur nicht konsequent aus. Als der erste Satz klar verloren war, feuerte sie wutentbrannt ihren Schläger Richtung Stuhl und vergrub das Gesicht in ihrem Handtuch. Das schien zumindest kurzzeitig zu helfen. Im zweiten Durchgang kämpfte sie sich in den Tiebreak und erzwang wenigstens noch den dritten Satz.
Tag stand im Zeichen der Amerikaner
Nach Barbara Rittner absolvierten am Montag zwei weitere Deutsche ihre Auftaktspiele bei der mit 16,1 Millionen Dollar dotierten Hartplatz-Veranstaltung. Der Essener Lars Burgsmüller, der als "Lucky Loser" ins Hauptfeld gelangt war, traf auf den schwedischen Qualifikanten Robin Soderling. Und Greta Arn aus Düsseldorf stand gegen die an Nummer fünf gesetzte Jugoslawin Jelena Dokic vor einer schier unlösbaren Aufgabe.
Ansonsten stand der erste Tag der US Open ganz im Zeichen der Amerikaner, die die frühere US-Open-Siegerin Lindsay Davenport (1998) mit ihrem 6:2, 6:1-Sieg gegen die Dänin Eva Dyrberg beglückte. Kurz vor dem ersten Jahrestag der Flugzeug-Anschläge auf das World Trade Center wurden in Flushing Meadows auch die Opfer des Terroraktes geehrt. Im Beisein der US-Tennis-Legenden John McEnroe und Billie Jean King wurde bei der Eröffnungs-Zeremonie am Abend (Ortszeit) die aus den Trümmern der Twin Towers geborgene Ground-Zero-Flagge über dem Arthur-Ashe-Stadion gehisst.
Die erste "Night Session" eröffneten danach vor heimischem Publikum die Weltranglisten-Erste Serena Williams und ihre Landsfrau Corina Morariu. Anschließend forderte Robby Ginepri den an Nummer sechs gesetzten Andre Agassi heraus. Der Ehemann von Steffi Graf hatte die US Open 1994 und 1999 gewonnen.
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