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Baseball in der MLB
Der "wunderbare" Kepler sorgt für Furore

Baseball in der MLB: Der "wunderbare" Max Kepler sorgt für Furore
Max Kepler holte in 46 Einsätzen bereits acht Homeruns. FOTO: ap, JM
Minneapolis. Baseballer Max Kepler schwimmt in der MLB auf einer Erfolgswelle. Nach seinem Rookie-Rekord vergangene Woche schlug der 23-Jährige nun den ersten Grand Slam der Saison für seine Minnesota Twins.

Max Kepler verabschiedet sich mit einem guten Gefühl in die Allstar-Pause. Seit Wochen präsentiert sich die deutsche Baseball-Hoffnung in glänzender Form. Nach einem Rookie-Rekord legte Kepler seinen ersten Grand Slam nach und führte seine Minnesota Twins zum siebten Sieg binnen drei Wochen. Doch der Berliner bleibt auf dem Teppich: "Ich halte es einfach, das ist der Job."

Dass es derzeit so gut läuft in seinem Job und bei den Twins habe mit "Spaß" zu tun, sagt der Outfielder: "Jeder lacht vor dem Spiel, wir amüsieren uns." Beim 15:5-Sieg bei den Texas Rangers erzielte der zweite Deutsche in der Major League Baseball (MLB) den vorentscheidenden Homerun. Dabei waren alle Bases durch Mitspieler besetzt - der erste Grand Slam der Saison war perfekt.

Kepler, der mit 17 in die USA wechselte, überrascht derzeit sehr häufig. Vor gut einer Woche stellte er beim 17:5 seiner Twins gegen die Rangers mit sieben RBI (Run Batted In) einen Rookie-Rekord seines Teams auf. Kepler sorgte also mit seinen Schlägen dafür, dass sieben Läufer das Ziel erreichten und einen Punkt erzielten.

Ingesamt holte der 23-Jährige in 46 Einsätzen bereits acht Homeruns - eine beachtliche Leistung in seiner ersten "echten" Saison. Dafür gab es auch Lob vom Trainer. "Die Jungen haben uns neues Leben eingehaucht", sagte Paul Molitor.

Dessen Mannschaft geht mit sieben Siegen aus neun Spielen in die Allstar-Pause und hat die Rote Laterne in der Liga endlich abgegeben. Insgesamt sieht die Bilanz der Twins allerdings nach wie vor mau aus: 32 Siege stehen 56 Niederlagen gegenüber. Doch Kepler und Co. haben für die kommenden Aufgaben viel Selbstbewusstsein getankt.

"Wenn du so einen Spaß hast, dann vergisst du auch die schlechten Phasen am Schlagmal, die schlechten Schwünge, die du gespielt hast", sagt Kepler. Die lokale Presse ist voll des Lobes. Der Star-Tribune nennt den Deutschen einfach "wunderbar" und wählte ihn zum einflussreichsten Spieler der letzten Partie.

Seit seinem Debüt im September 2015 hat sich für den Sohn eines Balletttänzer-Paares in der MLB viel verändert. Kam er in der vergangenen Spielzeit nur dreimal zum Einsatz, gehört Kepler seit dem 1. Juni regelmäßig zur Startformation. Dabei profitiert der frühere Nachwuchsspieler der Regensburg Legionäre auch von der Verletzung von Miguel Sano.

Für 800.000 Dollar holten ihn die Twins 2009 über den großen Teich. Daraufhin sammelte Kepler Erfahrung beim Farmteam Chattanooga Lookouts - vor neun Monaten gelang erstmals der Sprung in die beste Liga der Welt.

Für den bodenständigen Kepler, nach Donald Lutz (27) zweiter Deutscher in der MLB, kann es nach Meinung der Experten nur nach oben gehen. Am Freitag darf er sich erneut beweisen. Dann beginnt für die Twins eine Serie von drei Heimspielen gegen die Cleveland Indians.

(sid)
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