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Duell um die World Series
Kershaw gegen Verlander - zwei Pitcher wollen den ersten Titel

MLB: Clayton Kershaw und Justin Verlander - zwei Pitcher wollen den ersten Titel
Dodgers-Pitcher Clayton Kershaw. FOTO: afp
Los Angeles/Köln. Im Finale der Major League Baseball kommt es zum Duell der wohl besten Pitcher ihrer Generation. Clayton Kershaw von den Los Angeles Dodgers misst sich in der World Series mit Justin Verlander und den Houston Astros.

Clayton Kershaw greift nach den Sternen. Das ist Familientradition. Der Pitcher der Los Angeles Dodgers aus der Major League Baseball ist der Großneffe von Astronom Clyde Tombaugh, Entdecker des Zwergplaneten Pluto. "Ich weiß, es klingt wie ein Witz, aber es stimmt", hat Kershaw einmal gesagt. In der World Series spielt er ausgerechnet gegen die Houston Astros um den MLB-Titel.

Ab Dienstag kommt es in der Finalserie (best of seven) der Profiliga zum Duell am Wurfhügel. Kershaw, seit seinem Debüt 2008 immer für die Dodgers im Einsatz, misst sich mit Justin Verlander, der im Sommer Minuten vor der Schließung des Transferfensters von den Detroit Tigers nach Texas gewechselt war. Beide gelten als beste Werfer ihrer Generation, beide wurden noch nie Meister.

"Als Kind hoffst du einfach nur, es in die großen Ligen zu schaffen", sagte Kershaw (29) nach dem 4:1 der Dodgers über Titelverteidiger Chicago Cubs in der Championship Series der National League, dem Halbfinale der Play-offs. "Wenn du dann sagen kannst, dass du in der World Series spielst, ist das ein unglaublich besonderer Moment."

Dodgers-Fans warten schon lange auf einen Titel

Seit 29 Jahren haben die Fans in der Stadt auf die Rückkehr ins Finale gewartet. Damals war der Franchise, 1932 als Brooklyn Dodgers gegründet, der sechste Triumph gelungen. "Wir haben in L.A. so häufig von 1988 gehört", sagte Kershaw, "es fühlt sich gut an, dass wir es 2017 in die World Series geschafft haben."

Das Finale mit den Dodgers und den Astros, die Rekordmeister New York Yankees in der American League nach einer epischen Serie mit 4:3 ausgeschaltet hatten, ist beim Blick auf die Ergebnisse der Hauptrunde keine Überraschung - statistisch gesehen aber schon.

Erstmals seit 1970 stehen sich in der World Series wieder Mannschaften gegenüber, denen mehr als 100 Siege gelangen. Die Bilanz der Dodgers lautete 104:58, die der Astros 101:61. Beim bislang letzten "+100-Duell" hatten die Baltimore Orioles (108 Siege) die Cincinnati Reds (102) geschlagen.

Und im 113. Finale gibt es noch eine Besonderheit. Die Astros sind der erste Klub, der sich in der National League und der American League für die World Series qualifiziert hat. Von ihrer Gründung 1962, als Houston Colt .45s, bis 2012 spielte die Franchise in der National League. Zur darauffolgenden Saison erfolgte eine Neuordnung der Divisionen und der Wechsel.

Verlander soll es für die Astros richten, es geht für ihn und auch für den Verein um den ersten Titelgewinn. Der 34-Jährige, mit dem berühmten Model Kate Upton liiert, zog als Spieler der Tigers zweimal im Finale den Kürzeren. 2006 als Rookie (1:4 gegen die St. Louis Cardinals) und 2012 (0:4 gegen die San Francisco Giants).

"Er zeigt seine besten Leistungen, wenn es drauf ankommt. Bei den wichtigsten Spielen", findet A.J. Hinch, Manager der Astros: "Das kann man keinem beibringen. Kaufen kann man es sich auch nicht. Du hast es, oder du hast es nicht. Verlander hat es."

(sid)
 
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