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Basketball in der NBA
Dallas ohne Nowitzki auf steiler Talfahrt

Nowitzki sieht Dallas-Debakel gegen Memphis von der Bank
Nowitzki sieht Dallas-Debakel gegen Memphis von der Bank FOTO: dpa, lws ms
Orlando/Berlin . Während Dirk Nowitzki verletzt zuschauen muss, kassieren seine Dallas Mavericks eine Pleite nach der anderen. Dem 38-Jährigen droht erneut eine Saison zum Vergessen.

Die Dallas Mavericks warten sehnsüchtig auf die Rückkehr von Dirk Nowitzki, doch selbst der Basketball-Superstar wird die rasante Talfahrt nicht im Alleingang stoppen können. Ohne den Würzburger, der weiter unter Achillessehnen-Problemen leidet, verliert der Champion von 2011 Spiel um Spiel - und ist nun sogar das schlechteste Team der gesamten NBA.

Nur zwei von zwölf Spielen konnten die Texaner in dieser Saison gewinnen, in der Nacht zu Sonntag setzte es beim 87:97 bei den Orlando Magic bereits die sechste Pleite in Serie. Doch schon vorher war der schlechteste Saisonstart seit fast 20 Jahren perfekt. "Mir hat der Aufwand gefallen, den wir betrieben haben, aber nicht das Resultat", sagte Trainer Rick Carlisle.

Der einstige Meistermacher muss sich momentan mit sehr wenig zufriedengeben, denn einen Tag zuvor hätten seine Mavs beim 64:80 gegen die Memphis Grizzlies sogar beinahe einen unrühmlichen Punkte-Negativrekord aufgestellt. Dieser liegt bei 62 Punkten, aufgestellt am 22. November 1997 gegen Milwaukee. "Wir müssen jetzt einfach aggressiver rebounden und besser verteidigen", forderte Carlisle.

Dallas fehlen vier Leistungsträger

Bei diesem Unterfangen muss der Coach allerdings auf viele unerfahrene Spieler zurückgreifen, denn in Nowitzki, J.J. Barea, Deron Williams und Devin Harris fehlen gleich vier Leistungsträger. Nowitzki, der erst drei Saisonspiele absolvierte, wird mindestens noch für das Duell beim starken Ex-Meister San Antonio Spurs am Montag ausfallen. Im Heimspiel gegen die Los Angeles Clippers am Mittwoch könnte der Power Forward zurückkehren.

Doch Nowitzki ist längst nicht mehr in der Lage, seine Mannschaft alleine zu tragen. Der 38-Jährige ist auf die Unterstützung seiner Mitspieler angewiesen, nur gemeinsam kann es Dallas erneut in die Play-offs schaffen. Doch der Weg unter die Top 8 der Western Conference scheint in dieser Spielzeit so beschwerlich wie lange nicht. Seit 2011 ist Dallas zwar Jahr für Jahr in der ersten Runde ausgeschieden, aktuell wäre es schon ein großer Erfolg, überhaupt so weit zu kommen.

Zuletzt hatte Dallas in der wegen eines Lockouts verkürzten Saison 1998/99 nur zwei der ersten elf Saisonspiele gewonnen. Nun ruhen die Hoffnungen notgedrungen auch auf unbekannten Profis wie Neuzugang Jonathan Gibson. Der 29-Jährige war am Freitag verpflichtet worden, um auf die Verletztenmisere zu reagieren. In seinem zweiten Spiel in Orlando wurde er mit 26 Punkten auf Anhieb zum Topscorer.

"Ich habe einfach versucht, hart zu spielen und dem Team beim Gewinnen zu helfen", sagte Gibson, der als einziger der Mavericks eine passable Wurfquote aus dem Feld (8 von 16) vorzuweisen hatte. Seine Teamkollegen Harrison Barnes (3/13), Wesley Matthews (4/11) und Seth Curry (4/12) enttäuschten hingegen und sind offensiv völlig außer Form.

Nowitzki soll dem Team nach seiner Rückkehr zumindest wieder mehr Stabilität verleihen. "Er macht Fortschritte, aber wir werden vorsichtig sein und clever mit der Sache umgehen", sagte Carlisle. Weitere Informationen zum Heilungsverlauf Nowitzkis, der die letzten sieben NBA-Duelle seiner Mavs angeschlagen verpasst hat, nannte der 57-Jährige nicht.

(sid)
 
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