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Center bleibt doch bei den Clippers
Jordan führt Nowitzki und die Mavericks an der Nase herum

DeAndre Jordan führt die Dallas Mavericks an der Nase rum
FOTO: dpa, Paul Buck
Düsseldorf/Los Angeles. Die Dallas Mavericks und Dirk Nowitzki stehen in der nordamerikanischen Basketball-Profiliga NBA nun doch mit leeren Händen da: DeAndre Jordan wird nicht zu den "Mavs" wechseln und bleibt stattdessen bei den Los Angeles Clippers.

Das gaben die Clippers via Twitter bekannt. Der Stolz schwang dabei in dem Satz "Home is where your ❤ is" unübersehbar mit. Denn die Clippers hatten sich mächtig ins Zeug gelegt und den Mavericks dabei den schon sicher geglaubten Deal mit dem Center vor der Nase weggeschnappt.

Vor wenigen Tagen hatte der Center, hinter dem mehrere NBA-Teams her waren, den Mavericks mündlich zugesagt. Dallas war offenbar bereit, Jordan einen Vier-Jahres-Vertrag mit garantierten 80 Millionen US-Dollar zu geben.

Der deutsche Superstar Nowitzki hatte extra seinen Familienurlaub unterbrochen, um bei dem Gespräch mit Jordan dabei zu sein. Das hat dem Big Man offenbar imponiert. Ein Vertrag wurde dabei jedoch nicht unterschrieben, das ist in der NBA erst ab dem 9. Juli möglich.

Und ab dem 8. Juli war Jordan für Mavericks-Besitzer Mark Cuban nicht mehr erreichbar, reagierte weder auf Anrufe, noch auf SMS. Wie ESPN berichtet, hat Jordan offenbar vor ein paar Tagen seine Meinung geändert und dabei auf sein Herz gehört. Allerdings hatte er offenbar nicht die Größe, dies den Verantwortlichen der Mavs auch persönlich mitzuteilen. Cubans letzte verzweifelte Versuche, Jordan noch einmal zu treffen und ihn umzustimen, schlugen fehl.

Um auf Nummer sicher zu gehen, hatten die Clippers am Mittwochabend ein Staraufgebot zu ihrem Center nach Hause geschickt. Neben Coach Doc Rivers, Besitzer Steve Ballmer und den Teamkollegen Chris Paul und Blake Griffin war auch Zugang Paul Pierce dabei, um bei Jordan auch die letzten noch vorhandenen Zweifel auszuräumen. Pierce twitterte dann auch ein Foto von der Vertragsunterzeichnung.

Neben seinem Herzen halfen natürlich auch die Vertrags-Konditionen bei der Entscheidung. Wie ESPN weiter berichtet, hat Jordan einen Vier-Jahres-Vertrag unterschrieben, der ihm 88 Millionen Dollar bringt und aus dem er nach drei Jahren aussteigen kann.

Für die Mavericks und Nowitzki ist Jordans Entscheidung nicht nur moralisch ein Schlag ins Gesicht, sondern auch sportlich. Jordan erzielte in der abgelaufenen Saison knapp 15 Rebounds im Schnitt und hätte vor allem die Defensive der Mavericks gestärkt. Nach dem Abgang von Tyson Chandler (Phoenix Suns) steht Dallas plötzlich ohne einen Center für die Starting Five da.

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