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Basketball in der NBA
Schröders Bestleistung kann Hawks-Absturz nicht verhindern

Fotos: Schröder – Braunschweiger, NBA-Pick 17, Hawks-Profi
Fotos: Schröder – Braunschweiger, NBA-Pick 17, Hawks-Profi FOTO: dpa, js uw
Atlanta. Dennis Schröder hat in der NBA mit 31 Punkten einen Karrierebestwert aufgestellt, die Krise seiner Atlanta Hawks will aber einfach kein Ende nehmen.

Dennis Schröder traf und traf und traf, am Ende konnte sich der Braunschweiger für seine glänzende Vorstellung rein gar nichts kaufen. 31 Punkte, Karrierebestwert für den Deutschen in der NBA, und doch kassierten seine Atlanta Hawks zum Abschluss eines frustrierenden Auswärtstrips die nächste Niederlage.

Das Team befindet sich nach einem fast perfekten Start in die Basketballsaison im freien Fall. Selbst bei den bislang schwachen Phoenix Suns gab es ein 107:109. Es war bereits die vierte Pleite in Folge und die siebte aus den vergangenen acht Spielen.

An Schröder lag es nicht, dass es wieder schiefging. Der 23-Jährige hielt sein Team im Spiel, er traf von der Dreierlinie, aus der Halbdistanz, punktete am Brett und verpasste dazu mit neun Assists nur knapp ein Double-Double. 14 Punkte machte Schröder alleine im Schlussviertel.

"Ich habe einfach offene Würfe genommen. Und heute habe ich getroffen", sagte der Topscorer des Abends der Tageszeitung Atlanta Journal-Constitution. "Aber ich habe in erster Linie versucht, meine Teamkollegen zu finden und sie ins Laufen zu bringen, erst danach ging es mir um meine Würfe. Alle haben mir gut geholfen."

Atlanta lief immer wieder einem Rückstand hinterher. Die Gäste brachten sich mit vielen Ballverlusten und vielen Fouls anfangs selbst in Schwierigkeiten. In der Schlussphase ließen sie einen 11:0-Lauf der Suns zu, Schröder konnte das nicht mehr reparieren, so sehr er es auch versuchte.

Der Spielmacher ist trotz der anhaltenden Schwierigkeiten nicht in Sorge. "Es braucht noch Zeit. Es ist eine lange Saison bis zu den Play-offs", hatte Schröder schon vor dem Auftritt in Phoenix bei Sport1 gesagt. "Wir lernen uns als Team immer noch kennen. Wir müssen die richtige Balance finden."

Erst wenn im Frühjahr die Meisterrunde beginnt, müsse das Team "bestmöglich abgestimmt sein", meint Schröder. Doch das Ziel ist natürlich weiterhin, sich eine möglichst gute Ausgangsposition zu verschaffen. Im Osten sind die Hawks mit zehn Siegen aus 19 Spielen nur Sechster, der Anspruch ist ein ganz anderer.

"Wir freuen uns, nach Hause zu kommen", sagte Trainer Mike Budenholzer. Von fünf aufeinanderfolgenden Spielen in fremden Hallen hat Atlanta vier verloren. Und das - abgesehen von Vizemeister Golden State Warriors (100:105) - nicht gerade gegen die Créme de la Créme. Bei Utah Jazz (68:95), den L.A. Lakers (94:109) und eben den Suns setzte es Niederlagen.

Bei Budenholzer hat das Spuren hinterlassen. "Du fühlst dich nie gut, wenn du auf Reisen ein paar Mal in Serie verloren hast", sagte der Headcoach: "Aber das ist eine reife Truppe, und sie wird am Freitag bereit sein." Dann geht es gegen die Detroit Pistons, den direkten Verfolger. Es wird Zeit für Schröder und die Hawks, endlich wieder Wind unter die Flügel zu bekommen.

(seeg/sid)
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