| 17.57 Uhr

NBA-Start
Die Liga der Träume

Die NBA in Zahlen
Die NBA in Zahlen
Düsseldorf. In der Nacht zu Mittwoch startet die NBA in die 71. Saison. Zwei Deutsche wollen die beste Basketball-Liga der Welt aufmischen. Paul Zipser ist der Neue bei den Chicago Bulls, Dennis Schröder ist der Hoffnungsträger der Atlanta Hawks. Von Nicole Scharfetter

Die Deutschen 22 Jahre ist er alt, Anfang Oktober lief er erstmals im Trikot der Chicago Bulls auf, dort, wo auch Michael Jordan einst der Nachwuchsmann im Team war. Paul Zipser will groß rauskommen in der besten Basketball-Liga der Welt. Michael Jordan kennt er selbstverständlich, obwohl der Heidelberger noch nicht einmal geboren war, als Jordan mit den Bulls seine ersten drei von insgesamt sechs Titeln holte. Zipser spielte zuletzt für Bayern München. In der Vorbereitung auf die NBA-Saison, die in der Nacht zu Mittwoch startet, hat der 2,03-Meter-Mann sich mal mehr, mal weniger gut ins Team eingefunden. Für das erste Spiel der Bulls gegen die Boston Celtics wurde Zipser allerdings nicht in den Kader berufen.

Anders Dennis Schröder (23), der seit 2013 bei den Atlanta Hawks spielt und nun zum Starter befördert wurde. Der Verein setzt auf den jungen Point Guard, der das Spiel der Hawks schneller machen soll.

Zwei junge Deutsche, die es weit bringen wollen in der Liga der Träume. Für den dritten Deutschen in der NBA ist das Karriereende fast schon greifbar. Dirk Nowitzki geht in die 19. Saison und hat mit den Dallas Mavericks alles erreicht. Bei der jährlichen Umfrage der Club-Manager nach dem besten ausländischen Spieler belegte der Würzburger Platz drei. Noch einmal will der 38-Jährige in die Play-offs kommen, vielleicht sogar die Trophäe anpeilen, so wie 2011, als er die Texaner zum Meistertitel führte.

Einen Schlussstrich unter die NBA ziehen musste im Sommer Tibor Pleiß. Der 26 Jahre alte Center wurde nach einer enttäuschenden Saison, in der er kaum Spielzeit bekommen hat, von den Philadelphia 76ers entlassen. Untergekommen ist er in Istanbul bei Galatasaray.

Die Besten Im April verabschiedete sich einer der Besten mit einem denkwürdigen Moment, mit 60 Punkten, trotz Schmerzen. Jetzt beginnt Saison eins nach Kobe Bryant (38), der seine gesamte Profizeit bei den Lakers unter Vertrag war. Mit ihm gingen Kevin Garnett (40) und Tim Duncan (40). Ihnen wollen viele nacheifern, ihnen werden es nur eine Handvoll nachmachen - wenn überhaupt. Stephen "Steph" Curry (28) von den Golden State Warriors ist so einer, der auch die anstehende Saison aufmischen wird. Der zweifache MVP (wertvollster Spieler der Liga) hat 2015/16 mehr als 400 Dreier versenkt. Kevin Durant (28) ist einer der komplettesten Offensiv-Spieler der Liga. Mit dem Titel in der vergangenen Saison hat LeBron James (31) von den Cleveland Cavaliers sich zurück an die Spitze der Besten gespielt. Er ist der Anführer mit Spitznamen wie "King James" oder "der Auserwählte", für den nur eines zählt: die Meisterschaft.

Die Favoriten Einen Traum-Deal machten die Golden State Warriors, die in der vergangenen Saison schon in die Finalserie einzogen und jetzt mit Kevin Durant in die neue Serie starten. Eigentlich ist das Team aus Oakland damit absoluter Meister-Kandidat, gleichwohl ist Durant nicht der einzige starke Charakter im Team. Steph Curry, Klay Thompson, Andre Iguodala, Draymond Green - eine spannende Aufgabe erwartet Cheftrainer Steve Kerr. Gute Chancen auf den Titel haben die San Antonio Spurs, die den Spanier Pau Gasol unter Vertrag genommen haben. Um den Einzug in die Play-offs werden sicher die Los Angeles Clippers, Oklahoma und Houston spielen.

Der Osten Natürlich gehört auch Meister Cleveland zu den Favoriten mit Topstar LeBron James. Die übrige Konkurrenz im Osten ist allerdings eine große Wundertüte. Die New York Knicks haben sich nicht nur verstärkt, bei den Knicks ist eigentlich nichts mehr so, wie es mal war. Derrick Rose und Joakim Noah gehören zu den Neuen, Courtney Lee und Brandon Jennings auch. Neben Paul Zisper hat bei Chicago Dwayne Wade unterzeichnet. Fest steht: Für die West-Teams wird der Kampf um einen der Play-off-Plätze hart. Im Osten aber ist alles möglich.

Die Saison Eröffnen wird die 71. Saison Meister Cleveland, der in der Quicken Loans Arena die New York Knicks empfängt. Am 12. April endet die reguläre Saison. Bis dahin wird jedes Team 82 Spiele hinter sich haben, die jeweils besten acht Mannschaften aus dem Westen (Western Conference) und dem Osten (Eastern Conference) ziehen in die Play-offs ein, in denen im K.o.-Modus die Finalisten ermittelt werden. Ein Höhepunkt der Saison ist das All-Star-Game, das am 19. Februar stattfindet. Die besten Spieler aus dem Westen treten dann gegen die besten aus dem Osten an. Ursprünglich sollte das Duell in Charlotte ausgetragen werden. Im Juli aber entschieden die Verantwortlichen, das Spektakel in das Smoothie King Center nach New Orleans in Louisiana zu verlegen, nachdem ein Gesetz in North Carolina erlassen worden war, das die Rechte von Schwulen, Lesben, Bisexuellen und Transgendern einschränkt.

Quelle: RP
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