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NBA-Play-offs
Schröder und die Hawks: Formkrise zur falschen Zeit

Fotos: Schröders Hawks kassieren Ausgleich in der Serie
Fotos: Schröders Hawks kassieren Ausgleich in der Serie FOTO: afp, jm/ma
Atlanta/Köln. Die Atlanta Hawks um Nationalspieler Dennis Schröder sind in den NBA-Play-offs unter Druck geraten. Bei den Brooklyn Nets kassierte der klare Favorit das 2:2, es gibt Grund zur Sorge.

Die Atlanta Hawks haben ihre Leichtigkeit verloren. Erstmals seit Wochen spürt das Team um Dennis Schröder in der NBA wieder Druck, und das Ergebnis gibt Anlass zur Sorge. Der klare Favorit verlor auch das zweite Play-off-Spiel bei den Brooklyn Nets und kassierte in der Serie durch ein 115:120 nach Verlängerung das 2:2. In Spiel fünf am Mittwoch, dann wieder zu Hause, muss fast alles besser werden.

"Das ist eine große Herausforderung für uns. Darum geht es in den Play-offs", sagte Headcoach Mike Budenholzer. Der NBA-Trainer des Jahres steckt plötzlich in einer schwierigen Situation. Früh stand sein Team in der Hauptrunde als Sieger der Eastern Conference fest, wochenlang ging es um nichts mehr. Es sieht so aus, als wäre es nicht gelungen, den Schalter wieder richtig umzulegen.

So schwach wie beim ersten Spiel in New York (83:91) waren die mit zwei Heimsiegen in die erste Runde gestarteten Hawks am Montag zwar nicht, der Titelkandidat enttäuschte aber erneut. "Wir müssen aggressiver sein. Wir müssen zeigen, dass wir das bessere Team sind", hatte Schröder vor der Partie gefordert. Es gelang nicht.

Die Formkurve zeigt nach unten, das gilt auch für den Braunschweiger. Zehn Punkte machte der 21-Jährige, leistete sich aber auch vier Ballverluste und durfte nur knapp 14 Minuten spielen. In den vorherigen Begegnungen hatte der Point Guard noch rund 20 Minuten oder mehr rangedurft.

Schröders Hawks verlieren Play-off-Spiel gegen Brooklyn FOTO: dpa, pf cs

Atlanta muss sich wieder sammeln. Dabei hilft es, dass es wieder nach Hause geht. "Philips Arena, wir vermissen dich", verbreitete der Klub direkt nach dem Spielende am Montag bei Twitter. Dort, wo es im Falle des Weiterkommens am Sonntag erstmals gegen die Washington Wizards ginge, war es um Auftakt der Serie besser gelaufen (99:92, 96:91).

Tritt die Mannschaft, die in der sensationell verlaufenen regular season 60 von 82 Spielen gewann, wieder so auf wie in Brooklyn, wird ihr der Heimvorteil auch nicht helfen. "Wir waren wieder träge. Wir waren passiv. Wir müssen wieder das tun, was uns hierher gebracht hat", sagte DeMarre Carroll, gemeinsam mit Jeff Teague bester Werfer (je 20 Punkte).

Es wird darauf ankommen, in der Defensive besser zu arbeiten - vor allem gegen Deron Williams. Der Star der Nets, der in den ersten drei Spielen insgesamt nur 16 Punkte erzielt hatte, war von den Hawks nicht zu stoppen. Williams zeigte mit 35 Punkten, sieben Assists und fünf Rebounds die beste Leistung seiner Play-off-Karriere.

"Deron hat großartig gespielt", sagte Atlantas Dreierspezialist Kyle Korver: "Er hat ein paar unglaubliche Dinger getroffen. Man muss ihm Respekt zollen." So darf es aber nicht weitergehen. "Die Defensive gewinnt Spiele. Wir haben nicht wie sonst als Team verteidigt, und das muss sich ändern. Es sind die Play-offs", mahnte "Big Man" Pero Antic.

Auch Teamkollege Al Horford war mit den Gedanken schnell beim nächsten Spiel. "Wir müssen uns das nochmal auf Video anschauen und sehen, was wir als Team besser machen können, sagte der Center. "Das ist ein Test. Es ist eine neue Saison."

(sid)
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