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Nowitzki schon wieder früh raus
Gründe für das Scheitern der Dallas Mavericks

Fotos: Mavericks scheiden in den Play-offs gegen Houston aus
Fotos: Mavericks scheiden in den Play-offs gegen Houston aus FOTO: dpa, lws uw
Houston. Seit ihrem Titelgewinn vor vier Jahren haben Dirk Nowitzki und die Dallas Mavericks keine Serie in den NBA-Play-offs mehr gewonnen. Auch gegen die Houston Rockets war mit 1:4 in der ersten Runde Schluss. Dafür gibt es Gründe.

VERLETZUNGEN: Eigentlich sollte Zugang Chandler Parsons gegen sein altes Team groß aufspielen. Die Play-offs waren für den Mavs- Topverdiener wegen einer Knieblessur aber schon nach einer Partie beendet. Monta Ellis und Devin Harris liefen angeschlagen auf.

DER FALL RONDO: Offizieller Grund für das Fehlen von Rajon Rondo von Spiel drei an war zwar eine Rückenverletzung. Allerdings offenbarte sich auch ein großer Graben zwischen dem während der Saison verpflichteten Aufbauspieler und seinem Team. Nowitzki: "Wenn du einen Spieler wie Rondo bekommen kannst, musst du es jedes Mal machen. Manchmal klappt es, manchmal ist es ein Glücksspiel, manchmal klappt es nicht." Der Rondo-Deal entpuppte sich als Gift für die Mavericks. Der viermalige All-Star spielte in Dallas schwach. In Boston kam Rondo immerhin noch auf 10,8 Assists pro Spiel, in Dallas nur noch auf 6,5. Auch das Einzeltraining mit Nowitzkis Mentor Holger Geschwindner brachte nicht den gewünschten Effekt, die Wurfquote Rondos blieb mit 43,6 Prozent für einen Aufbauspieler schwach.

Bereits in der regulären Saison bahnte sich ein handfester Krach zwischen Rondo und Mavericks-Trainer Rick Carlisle an, als der Spielmacher einen vom Coach angesagten Spielzug ignorierte. Carlisle nahm Rondo damals vom Feld, der Point Guard erhielt eine Denkpause von einem Spiel. In Spiel zwei der Serie gegen die Rockets wurde Rondo bereits kurz nach der Halbzeitpause ausgewechselt und kam nicht mehr zum Einsatz. Auf die Frage, ob er glaube, dass Rondo jemals wieder das Mavericks-Trikot tragen werde, sagte Carlisle vielsagend: "Nein, das tue ich nicht."

DEFENSIVSCHWÄCHEN: Schon während der regulären Saison stellte Dallas nur eine unterdurchschnittliche Verteidigung – in den Play-offs blieb die erhoffte Leistungssteigerung aus. Kein einziges Mal hielten die Mavs ihren Gegner unter 100 Punkten. Rockets-Superstar James Harden dominierte zwar nicht nach Belieben, legte die Schwächen aber immer wieder offen und erspielte sich leichte Punkte. Harden traf mehr Freiwürfe (50) als die beiden besten Mavs-Profis Nowitzki und Ellis zusammen (41).

WANKELMÜTIGER NOWITZKI: Immer wieder ließ der 36-Jährige seine alte Extra-Klasse aufblitzen, erhielt Dallas mit überragenden Leistungen in Spiel eins und drei Siegchancen. Zudem glänzte er als Rebounder. Jeden Abend kann und soll Nowitzki sein Team jedoch nicht mehr tragen. Beim 94:103 am Dienstag traf er nur acht von 23 Feldwürfen, verfehlte alle sechs Dreier und stellte damit seinen Negativrekord in der K.o.-Runde ein. Die "Dallas Morning News" schrieben: "Nowitzki, Held so vieler Playoffspiele in seiner historischen Karriere, hätte den Korb in der ersten Halbzeit nichtmal mit einem GPS gefunden".

(dpa)
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