| 14.40 Uhr

Basketball in der NBA
Dirk Nowitzki: "Immer einen Schritt zu spät"

Nowitzki und Mavericks werden vorgeführt
Nowitzki und Mavericks werden vorgeführt FOTO: ap
Sacramento. Nach dem nächsten bitteren Rückschlag im Kampf um die Play-offs fällte Dirk Nowitzki ein vernichtendes Urteil über seine Dallas Mavericks. "Wir haben zu keinem Zeitpunkt Widerstand geleistet und waren immer einen Schritt zu spät", sagte der Basketball-Superstar nach dem 111:133 gegen die Sacramento Kings.

Durch ihre schwächste Defensivleistung der laufenden NBA-Saison rutschten die Texaner aus den Play-off-Rängen und verloren bereits das zehnte der vergangenen zwölf Spiele.

Die Mavs müssen sich in den verbleibenden neun Begegnungen der regulären Saison gewaltig steigern, um bei der Meisterrunde nicht nur zuzuschauen. In Kalifornien zeigte die Offensive um Rückkehrer Nowitzki (14 Punkte) eine phasenweise halbwegs passable Vorstellung, in der Defensive versagte das Team aber auf ganzer Linie. "Wir haben sie einfach nicht in den Griff bekommen, das war nie ein echtes Duell", sagte Nowitzki.

Nach der dritten Pleite in Serie liegen die Mavericks in der Western Conference nur noch auf Rang neun. Mit 35 Siegen und 38 Niederlagen fiel Dallas hinter die Houston Rockets (36:38) zurück, die als Achter den letzten Play-off-Platz belegen. "Noch haben wir alle Chancen. Wir stehen vor großen Spielen", sagte Nowitzki, der am Freitag im Duell mit Meister Golden State Warriors (120:128) noch geschont worden war.

Besonders die Verletztenmisere macht Dallas zu schaffen. Forward Chandler Parsons fällt nach einer Knie-OP für den Rest der Saison aus, der angeschlagene Aufbauspieler Deron Williams (Bauchmuskelzerrung) soll immerhin noch in dieser Woche zurückkehren, fehlt aber auch am Montag bei den Denver Nuggets. "Es ist immer schwer, wenn nicht alle dabei sind. Aber wir haben Leute mit Erfahrung, die hart spielen können", sagte Nowitzki.

Der 37-Jährige aus Würzburg erlebte gegen die Kings einen durchschnittlichen Abend, traf nur sechs seiner 15 Würfe aus dem Feld und kam zudem auf fünf Rebounds. Topscorer des Meisters von 2011 war Raymond Felton (15). "Wir können viel besser spielen. Unsere individuelle Verteidigung war sehr schlecht", sagte Mavericks-Trainer Rick Carlisle.

Sacramento hatte als Elfter im Westen schon vor dem Spiel nur noch theoretische Chancen auf das Play-off-Ticket, machte den Mavericks aber trotzdem das Leben schwer. "Ich will, dass die Mavs genau so früh ihr Urlaubs-Ticket bekommen wie wir. Wenn wir schon selber nicht in die Play-offs kommen, wollen wir wenigstens dafür sorgen, dass die anderen es auch nicht schaffen", sagte Kings-Profi Rajon Rondo, der in der Saison 2014/2015 selbst in Dallas spielte. Seine Verpflichtung floppte jedoch, und er musste den Klub schnell wieder verlassen.

Nowitzki nahm seine Mitspieler derweil in die Pflicht und forderte klare Leistungssteigerungen. "Wir sind nicht das schnellste oder athletischste Team, wir müssen clever spielen", sagte der 2,13 m große Power Forward, der nicht vorzeitig in den Urlaub will. Doch selbst wenn die Qualifikation für die Meisterrunde gelingt, dürfte gleich in der ersten Runde Schluss sein. Es drohen Duelle mit Golden State oder dem fünfmaligen Champion San Antonio Spurs.

(sid)
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