| 11.50 Uhr

Wettbieten um Whiteside und Conley verloren
Keiner will mit Dirk Nowitzki in Dallas spielen

Nowitzki scheitert mit Dallas an Oklahoma
Nowitzki scheitert mit Dallas an Oklahoma FOTO: dpa, lws ms
Düsseldorf/Dallas. Deutschlands Basketball-Superstar Dirk Nowitzki hat einen wichtigen Mitspieler verloren und die Dallas Mavericks sind mal wieder bei dem Versuch gescheitert, dem deutschen Superstar Verstärkungen in Form von Free Agents zur Seite zu stellen. Von Denis Canalp

Alle Jahre wieder: Die Mavericks träumen davon, einen zweiten Superstar neben Nowitzki zu verpflichten – und scheitern kolossal. Nachdem in den vergangenen Jahren DeAndre Jordan, LaMarcus Aldridge, Carmelo Anthony, Dwight Howard oder auch Deron Williams den Mavericks und Nowitzki einen Korb gaben, sagten diesmal Hassan Whiteside und Mike Conley ab. Zudem unterschrieb Chandler Parsons bei den Memphis Grizzlies.

Dort erhält der 27 Jahre alte Small Forward einen mit 94 Millionen Dollar dotierten Vier-Jahres-Vertrag. Die Grizzlies stehen außerdem vor einer Vertragsverlängerung mit ihrem Point Guard Conley, er soll für weitere fünf Jahre 153 Millionen Dollar bekommen. Dallas hatte am Freitag ein Meeting mit dem Spieler, konnte ihn aber nicht von einem Wechsel überzeugen.

An dem Spielmacher waren die Mavs genauso interessiert gewesen, wie an Center Whiteside, der aber auch den Texanern absagte und stattdessen lieber in Miami verlängerte. Der beste Blocker der NBA erhält für die kommenden vier Jahre 98 Millionen Dollar Gehalt. "Ich habe seit dem College in acht Teams gespielt. Ich bin noch nicht bereit für ein neuntes", sagte Whiteside. Auch Evan Fournier und Nicolas Batum handelten bereits neue Deals aus und werden nicht nach Dallas wechseln.

Damit stehen die Mavericks bereits zu Beginn der Free Agency mit leeren Händen da – und mit dem Rücken zur Wand. Parsons ist weg, neue Stars kommen (bislang) nicht – und Nowitzki hat seinen auslaufenden Vertrag noch nicht verlängert. Der 38 Jahre alte Würzburger, der seit 1999 für die Texaner spielt, wird genau verfolgen, wie sein Team in der kommenden Saison personell aufgestellt sein wird. Zuletzt wurde über ein Interesse von Vizemeister Golden State Warriors an Nowitzki berichtet. Bei der Rekord-Mannschaft um Superstar Stephen Curry, die in der abgelaufenen Spielzeit 73 von 82 Spielen der regulären Spielzeit gewann, aber in der Finalserie den Cleveland Cavaliers um LeBron James in sieben Spielen unterlag.

Nowitzki, der nach dem gewonnenen Meistertitel 2011 mit den Mavs eine Kürzung seines Gehalts akzeptierte, damit das Team sich weiter verstärken konnte, muss sich entscheiden. Bleibt er in Dallas, wo er längst eine lebende Legende ist, und beendet im Trikot der Mavericks seine Karriere oder wechselt er noch einmal, um den zweiten Meisterschaftsring zu jagen? Mit Dallas wird er dieses Ziel in der kommenden Saiso mit ziemlich großer Sicherheit nicht erreichen.

(can)
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Dirk Nowitzki: Keiner will mit ihm bei den Dallas Mavericks spielen


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.