| 08.21 Uhr

Ex-NBA-Star äußert sich zu US-Gewalt
Michael Jordan will nicht länger schweigen

Gewalt in den USA: Michael Jordan will nicht länger schweigen
Michael Jordan hat sich zu den Gewalttaten in den USA zu Wort gemeldet. FOTO: dpa, msc fpt
Charlotte. Der frühere Basketball-Superstar Michael Jordan will zur Versöhnung zwischen Afroamerikanern und der Polizei in den USA beitragen. "Ich kann nicht länger schweigen", schrieb er in einem Beitrag, den das Sport- und Kultur-Portal "The Undefeated" am Montag (Ortszeit) veröffentlichte.

Der ehemalige Ausnahme-Spieler der Chicago Bulls und heutige Mehrheitseigentümer der Charlotte Hornets in der US-Profiliga NBA will demnach zwei Millionen Dollar spenden. Je eine Million gehe an ein neues Institut des Verbands der Polizeichefs IACP für die Beziehungen zwischen Polizei und Gemeinden sowie einen Rechtsbeihilfe-Fond der Bürgerrechtsorganisation NAACP.

"Als stolzer Amerikaner, als Vater, der seinen eigenen Vater bei einer sinnlosen Gewalttat verloren hat, und als schwarzer Mann bin ich zutiefst beunruhigt über die Tode von Afroamerikanern durch Gesetzeshüter und wütend über das feige und hasserfüllte, gezielte Töten von Polizeibeamten", schrieb Jordan, dessen Vater im Jahr 1993 bei einem Raubüberfall erschossen worden war.

In den vergangenen Wochen hatten in den USA erneut tödliche Schüsse durch Polizisten auf Schwarze Proteste ausgelöst. In der Folge wurden in den Städten Dallas und Baton Rouge insgesamt acht Polizisten erschossen.

(dpa)
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Gewalt in den USA: Michael Jordan will nicht länger schweigen


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.