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Warriors im NBA-Finale
Curry: "Es war eine Achterbahnfahrt"

Fotos: Stephen Curry – Scharfschütze und MVP
Fotos: Stephen Curry – Scharfschütze und MVP FOTO: ap
Die Golden State Warriors stehen erneut im NBA-Finale. Das Team des Superstars Stephen Curry ließ sich auch von einem 1:3-Rückstand nicht aus der Ruhe bringen, nun warten erneut die Cleveland Cavaliers und LeBron James.

Selbst an Stephen Curry sind die letzten Wochen nicht spurlos vorbeigegangen. "Es war eine Achterbahnfahrt. Ich war verletzt, kam zurück. Jetzt sind wir vier Siege von unserem Ziel entfernt", sagte der Superstar der Golden State Warriors nach der Rückkehr ins NBA-Finale. Aus einem 1:3 machte der Meister gegen Oklahoma City Thunder noch ein 4:3, in Oakland werden weiter die besten Geschichten der nordamerikanischen Basketball-Profiliga geschrieben.

Zum dritten Mal innerhalb weniger Tage hieß es für die Warriors "Siegen oder Fliegen", und das Team aus Kalifornien behielt auch im entscheidenden siebten Spiel die Nerven. Durch ein 96:88 drehte Golden State die Serie und darf sich zur Belohnung ab Donnerstag wie vor einem Jahr mit den Cleveland Cavaliers von LeBron James messen.

"Ich wusste, dass wir für diesen Moment bereit sein würden. Wir sind ein reifes Basketballteam und haben uns nicht aus der Ruhe bringen lassen", sagte Curry: "Die Stimmung in der Kabine war immer positiv." Mit 36 Punkten war der wertvollste Spieler (MVP) der vergangenen beiden NBA-Hauptrunden wie so oft der Wegbereiter.

Bilder: Golden State Warriors drehen Serie und stehen im Finale FOTO: dpa, mmd ms

Die Warriors sind das zehnte Team, dem in der Geschichte der Liga nach einem 1:3 noch das Weiterkommen gelang. Im Halbfinale gruben sich zuletzt die Boston Celtics aus einem solchen Loch, 1981. Wieder einmal hat Golden State im NBA-Geschichtsbuch Spuren hinterlassen, wie zuletzt mit dem Rekord von 73 Hauptrundensiegen.

Durch das Comeback bekommen die NBA-Fans ihr Traumfinale. Warriors gegen Cavaliers, Curry gegen James, mehr geht nicht. Der besondere Reiz am Duell ist die Tatsache, dass die Hauptdarsteller so unterschiedlich sind.

Golden State gewinnt Spiel sechs gegen Oklahoma FOTO: afp, tb

Beide stammen aus Akron/Ohio, beide sind Ausnahmekönner, aber ihre Qualitäten unterscheiden sich. James (31) ist ein Kraftpaket, ein Modellathlet. Curry (28) ist dagegen eher ein Hemd, doch er streichelt den Ball wie kein Zweiter. Alles sieht bei ihm leicht aus, Curry dribbelt die Gegner schwindelig, Dreier trifft der Point Guard wie im Schlaf.

Warum es bei Steph immer wieder Diskussionen um seine fehlende körperliche Härte gebe, wollte ein Reporter nach dem Einzug der Warriors ins Finale wissen. "Weil er aussieht wie ein Zwölfjähriger", antwortete Trainer Steve Kerr. Da ist etwas dran, respektiert wird Curry dennoch wie einer der ganz Alten.

Cleveland hat sich gut entwickelt, dazu ist Schlüsselspieler Kevin Love diesmal gesund. In den Play-offs gab es nur im Halbfinale gegen die Toronto Raptors (4:2) Niederlagen, davor hieß es zweimal 4:0. Es dürfte für die Warriors schwieriger werden.

"Wir haben Boden gut gemacht. Und ich glaube, dass wir noch besser werden können", sagte James, zweimal NBA-Champion mit Miami. Es wird für ihn das dritte Finale mit seinem Heimatklub nach 2007 und 2015. Er wird alles daran setzen, den Titel zu holen und seinen persönlichen großen Traum zu erfüllen. Der Favorit ist er nicht.

(sid)
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