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Hawks scheiden in Play-offs aus
Schröder vergibt die Siegchance 2,8 Sekunden vor Schluss

Dennis Schröder scheitert an LeBron James
Dennis Schröder scheitert an LeBron James FOTO: ap, STW JB
Atlanta. Wie schon vor zwölf Monaten sind die Atlanta Hawks in den Play-offs der NBA an den Cleveland Cavaliers erneut gescheitert. In vier Spielen kam das Aus. Dennis Schröder spielte stark, vergab aber die Siegchance 2,8 Sekunden vor Schluss.

Schröder und die Hawks sind wie im Vorjahr in den Playoffs der nordamerikanischen Basketball-Liga NBA an den Cleveland Cavaliers gescheitert. Die Hawks mussten sich daheim trotz einer engagierten Leistung dem Team von Superstar LeBron James 99:100 beugen. Somit verlor Atlanta wie vor zwölf Monaten die Ko-Runden-Serie glatt mit 0:4.

"Ich denke, wir waren diesmal besser als im Vorjahr. Bis auf Spiel zwei hatten wir in jeder Partie unsere Chance. Wir müssen zum Ende der Matches einfach besser werden, unsere Körbe machen und Rebounds holen", bilanzierte Kyle Korver. James lobte derweil den "großartigen Rhythmus" der Cavaliers, die nach dem achten Erfolg im achten Spiel als einziges Play-off-Team noch unbesiegt sind.

Die Atlanta Hawks brauchen ein Basketball-Wunder FOTO: afp, kc

Schröder dreht zum Schluss auf

Schröder machte, wie schon in der ersten Begegnung, eine starke Partie und stand diesmal auch in der Schlussphase auf dem Parkett. Der Braunschweiger war mit 21 Zählern, davon 13 im letzten Viertel, erfolgreichster Punktesammler seines Teams. "Ich habe versucht, aggressiv zu sein", sagte Schröder.

Fotos: Schröder und Hawks verlieren zweites Spiel in Cleveland FOTO: dpa, dm ms

Bei den Gästen kam das Star-Trio James, Kevin Love und Kyrie Irving zusammen auf 69 Punkte. Cleveland wartet nun auf den Halbfinal-Gegner, der zwischen den Toronto Raptors und den Miami Heat ermittelt wird. Nach drei von maximal sieben Partien führt Toronto mit 2:1.

Die Entscheidung fiel, als Schröder 2,8 Sekunden vor Ende kurz vor dem Cavaliers-Korb wegrutschte und der Schiedsrichter Sprungball gab. Hier kam der 17 Zentimeter größere und kräftigere James eher als Schröder an den Ball, so dass Atlanta keine Chance und Zeit mehr für einen siegbringenen Wurf hatte.

Hawks verlieren trotz Schröder-Gala FOTO: afp

Trotz der klaren Niederlage durfte sich der deutsche Nationalspieler als einer der wenigen Gewinner bei den Hawks fühlen. Der etatmäßige Spielmacher Jeff Teague brachte es in den vier Spielen gegen Cleveland auf 48 Punkte und wirkte nur selten wie ein Anführer. Schröder hingegen erzielte trotz weitaus weniger Spielzeit 61 Zähler und bewies, dass er auch in der entscheidenden Spielphase kreieren und selbst treffen kann.

Durant führt OKC zum Sieg

Superstar Kevin Durant hat die Oklahoma City Thunder derweil zum Sieg geführt und die best-of-seven-Serie gegen die San Antonio Spurs wieder spannend gemacht. Beim 111:97-Erfolg im vierten Viertelfinale kam der 27-Jährige auf 41 Punkte, im Duell steht es nun 2:2.

Im fünften Spiel am Dienstag in San Antonio geht es für beide Teams um den ersten Matchball. Kevin Durant, der in der ersten Runde mit OKC die Dallas Mavericks um Dirk Nowitzki ausgeschaltet hatte (4:1), stellte seine persönliche Play-off-Bestmarke ein. Bester Werfer der Spurs war der Franzose Tony Parker (22).

(dpa)
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