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Golden State Warriors vor NBA-Titel
"Wir sind am Beginn der Kevin-Durant-Ära"

NBA: Der Beginn der Ära Kevin Durant
Kevin Durant jubelt über den dritten Sieg im dritten Finale gegen Cleveland. FOTO: afp, ml
Cleveland . Die Golden State Warriors haben angeführt von Superstar Kevin Durant auch Spiel drei der NBA-Finals gewonnen. Neben dem Titelgewinn winkt jetzt die perfekte Serie.

Kevin Durant pumpte sich auf und schnaufte nach seinem entscheidenden Dreier kräftig durch. "Für diesen Moment habe ich mein ganzes Leben gearbeitet", sagte der Mann des Abends, nachdem er das dritte NBA-Finalspiel der Golden State Warriors bei Titelverteidiger Cleveland Cavaliers mit einem phänomenalen Schlussspurt fast im Alleingang entschieden hatte - und seinem Team so den Matchball zur Meisterschaft servierte.

Mit seiner Gala verzückte der 28-Jährige auch die TV-Experten. "Wir sind am Beginn der Kevin-Durant-Ära. Und am Ende der LeBron-Ära", sagte der ehemalige NBA-Star Paul Pierce nach dem 118:113-Erfolg der Warriors und adelte Durant als Nachfolger von Clevelands LeBron James als Aushängeschild der NBA: "Er erzielte 14 Punkte im letzten Viertel, als es am wichtigsten war, gegen James. Was willst du mehr erwarten?"

Auch Warriors-Coach Steve Kerr weiß, was seine Mannschaft in dieser Saison von der Finalniederlage gegen die Cavs im Vorjahr unterscheidet: "Offensichtlich, dass wir Kevin Durant im Team haben." Der Small Forward war vergangenen Sommer aus Oklahoma City in die Bay Area gekommen, nun blieb er in der heißen Phase in Clevelands Quicken-Loans-Arena cool.

James selbst bezeichnete Durants verwandelten Drei-Punkte-Wurf 45 Sekunden vor Schluss als "Bombe". Generell klangen James' Worte nach dem 0:3 in der best-of-seven-Serie ziemlich ernüchtert: "Ich habe in meiner Karriere gegen viele Teams gespielt, aber keines hatte eine solche Feuerkraft. Selbst wenn du gut spielst, du musst eine 1++ abliefern."

In der Tat zeigte James mit 39 Punkten eine hervorragende Vorstellung, auch sein kongenialer Partner Kyrie Irving (38) glänzte. Doch zwei bis drei starke Spieler reichen gegen ein homogenes Top-Team wie den Meister von 2015 nicht aus. Für die Warriors war es im 15. Play-off-Spiel der Saison der 15. Sieg, nie zuvor in der NBA-Geschichte war einem Team eine solche Serie gelungen.

Bei Golden State brillierte Durant mit 31 Punkten, davon sieben in Serie vor der Schlusssirene, auch Klay Thompson (30 Punkte) und Superstar Stephen Curry (26 Punkte, 13 Rebounds) ragten heraus. Die Warriors wirkten gegen Ende deutlich frischer als die Cavaliers, bei denen sich James und Irving jeweils etwa 45 Minuten lang aufgerieben hatten und letztlich die entscheidenden Fehler machten.

"Wir wussten, dass Müdigkeit eine Rolle spielen wird", sagte Kerr nach der Partie. James allerdings wollte das Argument nicht gelten lassen: "Wir haben nicht verloren, weil wir müde waren."

Durant selbst wirkte nach der Partie und knapp vor seiner ersten Meisterschaft erstaunlich ruhig. "Es ist noch nicht vorbei. Der Job ist noch nicht gemacht." Spiel vier steigt am Freitag (Ortszeit) ebenfalls in Cleveland.

(sid)
 
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