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Superstar bringt Cleveland in Führung
LeBron James geht für den Titel an seine Grenzen

2:1 – LeBron James überstrahlt Stephen Curry
2:1 – LeBron James überstrahlt Stephen Curry FOTO: ap, KS MC
Cleveland. Der Traum von der ersten Meisterschaft für die Cleveland Cavaliers nimmt Konturen an. Nach der nächsten Gala von LeBron James führt das Team um den Superstar im NBA-Finale mit 2:1.

LeBron James schloss den großen Kämpfer Matthew Dellavedova ganz fest in seine Arme. Ausgelaugt vom Kraftakt freuten sich die Helden der Cleveland Cavaliers für einen kurzen Moment besonders innig über die Führung in den NBA-Finals. Beide hatten beim 96:91 über die Golden State Warriors das von den Cavs für die Play-offs ausgegebene Motto wörtlich genommen und waren "All In" gegangen.

"Er ist aus Stahl oder so etwas. Wenn ein Ball am Boden liegt, ist er zuerst da", lobte James den aufopferungsvoll kämpfenden Dellavedova. Der Australier entnervte in der Abwehr Warriors-Superstar Stephen Curry und machte 20 Punkte. Nach dem Spiel musste er wegen starker Krämpfe ins Krankenhaus und erhielt Infusionen.

Doch auch James ist für den ersten Titelgewinn seit Gründung der Franchise bereit, bis an die Grenzen oder auch weiter zu gehen. Ganze zwei Minuten saß der Basketball-Superstar in Spiel drei auf der Bank, ansonsten wirbelte er wie entfesselt über das Parkett. 40 Punkte, zwölf Rebounds und acht Assists waren das Ergebnis.

Erster Heimsieg seit 45 Jahren

"Ich mag es eigentlich nicht, so viele Würfe zu nehmen. Aber es sind die Finals, das ist eine ganz andere Herausforderung. Ich tue alles, was notwendig ist", sagte James. Erstmals seit 45 Jahren haben die Cavaliers wieder zu Hause ein Finalspiel gewonnen.

Beim Erfolg, der den Cavs das 2:1 und damit die erste Führung in der best-of-seven-Serie brachte, stellte der vor einem Jahr zu seinem Heimatklub zurückgekehrte James einen Rekord auf. Nie zuvor hat ein Spieler in den ersten drei NBA-Finalspielen 123 Punkte (Schnitt: 41) geholt. Rick Barry (122, 1967), Jerry West (118, 1969) und Michael Jordan (117, 1993) folgen in der Rangliste.

"Die Cavs spielen, als ob es um ihr Leben ginge", schrieb der fünfmalige NBA-Champion Kobe Bryant bei Twitter: "Golden State spielt, als ob noch ein paar weitere NBA-Finals für sie kommen. Das Jetzt zählt."

Die Warriors rannten pausenlos einem Rückstand hinterher, zwischenzeitlich lag dieser bei 20 Punkten (48:68). Knapp drei Minuten vor Schluss (80:81) wurde es wieder spannend, weil Curry, wertvollster Spieler (MVP) der Hauptrunde, 17 seiner 27 Punkte im letzten Viertel machte.

"Ich muss aggressiver spielen", sagte Curry. Vor allem, wenn es gegen Dellavedova geht. Nur fünf von zwölf Würfen waren erfolgreich, wenn der "Kettenhund" gegen ihn spielte. In den übrigen Fällen traf Curry fünf von sechs Versuchen. Am Donnerstagabend (Ortszeit) kann es Curry beim vierten Spiel in Cleveland besser machen.

(sid)
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