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Westbrook stellt NBA-Rekord auf
MVP, MVP!

Westbrook pulverisiert Uralt-Rekord
Westbrook pulverisiert Uralt-Rekord FOTO: ap, JD
Meinung Russell Westbrook hat einen Rekord für die Ewigkeit aufgestellt. Der Spielmacher der Oklahoma City Thunder erzielte beim 106:105 gegen die Denver Nuggets sein 42. Triple-Double der regulären Saison. Bei der Wahl zum wertvollsten Spieler der NBA ist an dem 28-jährigen Allrounder kein Vorbeikommen. Von Stephan Seeger

Schon vor der Partie in Denver war klar, dass Westbrook die Saison mit einem Triple-Double-Schnitt beenden wird. Heißt: Im Schnitt erzielte der Guard in 82 Saisonspielen in den drei wichtigsten Statistiken Punkte, Rebounds und Assists zweistellige Werte. Bisher gelang das lediglich Oscar Robertson in der Saison 1961/62. Eben jenen Robertson übertrumpfte Westbrook nun auch in Sachen Triple-Doubles: Gegen Denver erzielte er sein 42., Robertson kam 1961/62 auf 41.

"Ich bin einfach nur dankbar, dass ich den Sport, den ich liebe, jeden Abend ausüben darf", sagte Westbrook, der den Spielball seinen Eltern schenken will: "Ich fühle mich gesegnet", sagte Westbrook nach seiner nächsten magischen Nacht. Quasi im Alleingang führte der Guard die City Thunder in die Play-offs. In 80 Spielen erzielte Westbrook bislang im Schnitt 31,9 Punkte, 10,7 Rebounds und 10,4 Assists. Zum Vergleich: Robertson kam in seiner besten Saison auf 30,8 Punkte, 12,5 Rebounds und 11,4 Assists.

Aber: Oklahoma wird die reguläre Saison trotz eines überragenden Westbrook nur auf Platz sechs der Western Conference abschließen und trifft im Achtelfinale somit auf den Dritten Houston Rockets. Und die haben ebenfalls einen fantastischen Spieler in ihren Reihen, der seinerseits an einem Triple-Double-Schnitt kratzte. Mit 29,3 Punkten, 8,1 Rebounds und 11,3 Assists spielt James Harden auch eine großartige Saison und ist mit Abstand bester Akteur auf Seiten der Texaner.

Dennoch ist Westbrook der große Favorit auf die Auszeichnung zum wertvollsten Spieler der Liga. Und es führt auch kein Weg an ihm vorbei. Die Oklahoma-Fans forderten schon in den letzten Heimspielen lautstark die Auszeichnung für Westbrook mit "MVP, MVP"-Rufen.

Die Saison wäre für Westbrook sicherlich anders verlaufen, hätte er im vergangenen Sommer nicht seinen kongenialen Partner Kevin Durant an die Golden State Warriors verloren. Mit Durant und Westbrook hatte OKC zwei "Go-to-Guys" in ihren Reihen, in dieser Saison verteilt sich die Last in Oklahoma nur auf die Schultern Westbrooks. Und der Spielmacher hat die Forderungen an seine Person mehr als erfüllt – und die Auszeichnung zum Most Valuable Player ebenfalls mehr als verdient.

(seeg)
 
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