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13 Dreier in einem Spiel
Curry bricht eigenen NBA-Rekord

Stephen Curry bricht Dreier-Rekord
Stephen Curry bricht Dreier-Rekord FOTO: afp, es
Ausnahmekönner Stephen Curry hat in der NBA erneut Geschichte geschrieben. Der Superstar der Golden State Warriors traf als erster Profi 13 Dreier in einem Spiel und überbot seine eigene Bestmarke.

Alle Enttäuschung war in Oakland für einen Abend vergessen. Stephen Curry schrie seine Freude auf dem Spielfeld laut heraus, die Fans der Golden State Warriors erhoben sich beim Schauspiel von den Sitzen. Mit 13 Dreiern in einem Spiel stellte der Superstar einen Rekord in der Profiliga NBA auf und gab nebenbei nach einem der schlimmsten Tage seiner Karriere als Basketballer die passende Antwort.

Auf seine ganz eigene, unnachahmliche Weise glänzte Curry beim 116:106 gegen die New Orleans Pelicans. Der 28-Jährige traf von rechts, von links, aus der Mitte, aus dem Lauf. Was Curry machte, hatte Hand und Fuß, nur vier seiner 17 Würfe von jenseits der 7,24-m-Linie gingen vorbei.

"Das ist ein wirklich cooler Rekord", freute sich der Ausnahmespieler: "Er wird wahrscheinlich nicht lange halten, so wie die Jungs in dieser Liga werfen. Aber es ist etwas Besonderes." Die bisherige Bestmarke von zwölf Dreiern war dem Point Guard im Februar gelungen, damals zog Curry mit Kobe Bryant (2003) und Donyell Marshall (2005) gleich, nun steht er alleine an der Spitze.

Curry zeigte sein wahres Gesicht, drei Tage zuvor hatte das ganz anders ausgesehen. Bei der peinlichen Niederlage bei den Los Angeles Lakers (97:117) war der zweimalige MVP nach einer Serie von 157 Spielen erstmals wieder ohne Dreiererfolg geblieben. Zehn Versuche, zehn Fahrkarten, es nagte an ihm.

"Ich habe mich genauso vorbereitet wie sonst auch. Aber der Fokus war in den letzten beiden Tagen höher als sonst", sagte Curry. "Ich habe einfach versucht, meinen Rhythmus wiederzufinden. Und die Arbeit mit unserem Assistenztrainer hat sich glücklicherweise ausgezahlt."

Das Publikum der Warriors war in den vergangenen beiden Spielzeiten verwöhnt. Das Team dominierte die Liga, auch dank Curry, in dieser Saison ist der Champion von 2015 aber noch auf der Suche nach seiner Identität. Denn die Klatsche in L.A. war bereits die zweite nach der zum Auftakt gegen die San Antonio Spurs (100:129).

Der Sieg über die weiter sieglosen Pelicans tut Golden State gut. In Kevin Durant kam im Sommer einer der besten Spieler der Liga, dennoch läuft es noch nicht wie erhofft. Da war es wichtig, dass Curry zeigte, wie wirklich große Sportler mit einem Tiefschlag umgehen: Sie packen richtig einen aus.

Curry hält bezogen auf die NBA-Hauptrunde nun vier von insgesamt neun Dreier-Rekorden: Treffer in einem Spiel (13), Treffer pro Saison (402), aufeinanderfolgende Spiele mit Treffer (157), beste Trefferquote in einer Saison (4-mal).

In der ewigen Bestenliste hat Curry bei der Gesamtzahl von Dreiern aber Nachholbedarf. Mit seinem Wert von 1625 liegt er nur auf Platz 18, noch hinter Dirk Nowitzki (1705/15.). An der Spitze steht der vor wenigen Tagen zurückgetretene Ray Allen (2973).

(can/sid)
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